Sieg gegen Mainz II: Alemannia behält die weiße Testspiel-Weste

Sieg gegen Mainz II : Alemannia behält die weiße Testspiel-Weste

Auch im vierten Test hat die weiße Weste keinen Fleck erhalten. Im Vergleich der beiden Fußball-Regionalligisten setzte sich Alemannia Aachen am Samstag souverän mit 2:0 gegen die U 23 des FSV Mainz 05 durch; es war der vierte Sieg im vierten Vorbereitungsspiel.

Der Erfolg hatte einen schönen Nebeneffekt, denn er sorgte dafür, dass Fuat Kilic mit viel Optimismus die Reise zur Saisoneröffnungsfeier am Sonntag antrat.

„Wir sind auf einem guten Weg. Die Jungs verinnerlichen mehr und mehr, was wir von ihnen wollen“, bilanzierte Alemannias Cheftrainer. Im Stadion Sophienhöhe in Niederzier war der Mainzer Nachwuchs ein durchaus fordernder Sparringspartner. „Der Test hat mir gut gefallen, was die Anforderungen angeht“, sagt Kilic. Seine Mannschaft musste sich gegen einen robusten Gegner wehren, der in der Defensive auf eine Dreierkette gesetzt hatte. „Das ist uns gut gelungen.“ Die Aachener übernahmen schnell das Kommando, Chancen waren in der ersten Hälfte aber Mangelware. Ein Sonderlob holte sich Kai Bösing ab, der nach langer Verletzungspause ein 45-minütiges Comeback feierte und zur Pause ausgewechselt wurde. „Er war in den Zweikämpfen sehr präsent“, urteilte Kilic.

Aachens Trainer tauschte nach dem Seitenwechsel auch die Torhüter, für Ricco Cymer übernahm Nikolai Rehnen, der sein Debüt im Alemannia-Trikot feierte. Die Schlussleute erhielten nicht viele Chancen sich auszuzeichnen, überzeugt ist Kilic aber von beiden. „Leistungstechnisch liegen sie sehr nah beieinander. Es wird eine brutal schwere Entscheidung, wer im ersten Saisonspiel zwischen den Pfosten steht.“ Noch bleiben knapp zwei Wochen, dann steht der Stapellauf in Wuppertal an.

Mit der Defensivarbeit war Aachens Coach auch im Spiel gegen die Mainzer zufrieden. „In vier Spielen nur ein Gegentor – das ist ein guter Schnitt.“ Es hätten auch zwei Gegentreffer sein können, Simon Brandstetter hatte Rehnen nach einem Aachener Ballverlust schon umkurvt; der Stürmer traf aber nur das Außennetz (66.). Die nächste ­Aktion führte dann zum Tor – auf der anderen Seite: Sebastian Schmitts Flanke verwertete Gary Noel (67.) zum Führungstreffer. Der Angreifer entwickelt sich im Laufe der Vorbereitung immer mehr zum „Herr der Lüfte“, was seinen Trainer nicht überrascht.

„Gary hat eine sehr gute Sprungkraft und ein nahezu perfektes Timing“, lobte Kilic den mauritischen Nationalspieler. „Er hat aber noch ordentlich Luft nach oben.“ Auch am zweiten Treffer war Noel beteiligt, der 29-Jährige leitete den Ball auf Florian Rüter (76.) weiter, dessen Schuss aus 16 Metern unhaltbar abgefälscht wurde. Es war die Vorentscheidung im vierten Test, in dem die Mannschaft erneut Werbung in eigener Sache betrieben hat – und ihre weiße Weste gewahrt hat.

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