Lösung für Valerius gefunden: Alemannia bangt wieder einmal um Kai Bösing

Lösung für Valerius gefunden : Alemannia bangt wieder einmal um Kai Bösing

Er hatte gerade erst seine Reha-Phase beendet, nun zittert die Alemannia erneut um die Gesundheit Kai Bösing. Der Mittelfeldspieler erlitt beim Testspielsieg gegen Elversberg einen Pressschlag. Die Zukunft von Gastspieler Niklas Valerius ist derweil geklärt.

Die Szene ereignete sich kurz nach der Halbzeit, Kai Bösing erlitt einen Pressschlag im Zweikampf. Er landete auf dem Rasen und schlug die Hände vors Gesicht. Alemannias Trainer Fuat Kilic wechselte den kleinen Mittelfeldspieler, der gerade erst seine Reha-Phase beendet hat, aus.

Nun wird wieder gezittert am Tivoli, ob sich der 25-Jährige nicht erneut an seinem vorgeschädigten Knie verletzt hat. Am Mittwochabend standen MRT und weitere Untersuchungen an. Ein Befund liegt eventuell erst am nächsten Tag vor. „Wir hoffen sehr, dass er keinen Bandschaden erlitten und sich nicht ernster verletzt hat“, sagt Kilic.

Die Partie wurde so fast eine Nebensache. Der ambitionierte Regionalligist SV Elversberg wurde mit 1:0 besiegt. Stipe Batarilo überraschte den Torwart mit einem Freistoß in den Winkel (64.). Im fünften Test gab es den fünften Sieg, der durchaus verdient war.

Für Kilic könnte sich die personelle Situation nun zuspitzen. Denn im zentralen Mittelfeld sind die Alternativen nicht so üppig. Der Trainer wollte es nach dem Weggang von Blendi Idrizi vorerst mit den eigenen Bordmitteln versuchen. Kai Bösing war ein aussichtsreicher Kandidat als Spiellenker. Die Fähigkeit hat er in der ersten Saisonhälfte 2018 zuletzt bewiesen - bis ihn eine schwere Knieverletzung stoppte.

Vor der Spielzeit hat der 25-Jährige dann die Rückennummer 10 übernommen - das Markenzeichen der Spielmacher. „Die Nummer hat er sich erarbeitet“, sagt Kilic, der nun die Suche nach einem Lenker im Mittelfeld eventuell forcieren will. Das Transferfenster ist zwar noch bis Anfang September geöffnet, aber es könnte durchaus sein, dass der Handlungsdruck nun größer wird. „Wir halten Ausschau, sind immer im Gespräch mit guten Kandidaten“, sagt Kilic.

Eine Lösung hat sich auch für Dauer-Trainingsgast Niklas Valerius ergeben. Der Torjäger wird zum SV Eilendorf zurückkehren. Das ist der gemeinsame Plan von SVE-Trainer Achim Rodtheut, Kilic und dem 22-Jährigen. Der Stürmer kann unverändert bei Alemannia weiter trainieren und sich weiterbilden. „Er soll sich in der Mittelrheinliga erst einmal durchsetzen“, sagt Kilic. „Er entwickelt sich nicht, wenn er bei uns nur ein paar Minuten eingesetzt wird.“ Zur Halbserie oder spätestens im Sommer wollen sich die Trainer dann wieder mit dem talentierten Angreifer zusammensetzen, um die Situation zu besprechen.

Valerius fehlt dann auch bei Alemannias letztem Test vor dem Saisonstart in Wuppertal. Die Partie findet am Freitag, 19. Juli, 17 Uhr, in Luxemburg statt. Gegner ist der belgische Zweitligist Excelsior Virton, der von Dino Toppmöller trainiert wird. Gespielt wird auf der Anlage des Sporthotels Leweck, in Lipperscheid, Lepschter-Delt.

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