Alemannia Aachen mit deutlichem Sieg bei Roda Kerkrade

Testspiel : Alemannia mit deutlichem Sieg bei Kerkrade

Als der dritte Test erfolgreich über die Bühne gegangen war, betrat der Matchwinner den Spielertunnel sichtlich zufrieden. Ein Tor und zwei Vorlagen hatte Manuel Glowacz zum 5:1-Sieg von Alemannia Aachen bei Roda Kerkrade II beigesteuert, auch an der Leistung seiner Mitspieler hatte der Aushilfskapitän nichts auszusetzen.

„Nach den Schneetagen war das ein super Test für uns. Phasenweise haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht“, urteilte Glowacz. Sein Trainer war ebenfalls ganz zufrieden, allerdings nicht uneingeschränkt. „Wir hätten das Ergebnis in die Höhe schrauben können, wenn wir in der zweiten Halbzeit nicht so viel Jo-Jo gespielt hätten“, sagte Fuat Kilic.

Dass sein Team den Kunstrasenplatz im Parkstad Limburg Stadion als Sieger verlassen würde, ließ sich schon früh erahnen. Die Aachener präsentierten sich aggressiv und lauffreudig. Die Hausherren, die fast ausschließlich Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft aufgeboten hatten, wurden in der eigenen Hälfte eingeschnürt, Mahmut Temür (16.) erzielte nach Vorarbeit von Glowacz den Führungstreffer. Der Mittelfeldspieler präsentiert sich in der Vorbereitung sehr spielfreudig, „und er ist auch körperlich auf einem guten Weg“, sagt Kilic. Der Türke war auch am zweiten Tor beteiligt, nach einer Zwischenstation über Stipe Batarilo traf Glowacz (21.) zum 2:0.

Bereits zur Pause hätte alles entschieden sein können, Temür verschoss aber einen an ihm verschuldeten Foulelfmeter (39.). Daniel Zeaiter, der im zweiten Durchgang durch Leon Tigges ersetzt wurde, konnte sich in den ersten 45 Minuten nicht auszeichnen, Alemannias Keeper musste nicht ein Mal eingreifen. Ab Montag erhält er einen weiteren Trainingspartner, da Torhüter Robin Benz vom KFC Uerdingen am Tivoli vorspielt. Vorgesehen ist auch ein Einsatz des neuen Testkeepers am Dienstag im Test gegen Mittelrheinliga-Spitzenreiter FC Wegberg-Beeck.

Kurz nach dem Seitenwechsel legte Vincent Boesen (48.), der in der Vorbereitung immer mehr zum Flügelstürmer umfunktioniert wird, den dritten Treffer mit einem Schuss in den Winkel nach. Genau wie sein Sturmpartner Dimitry Imbongo, der nach einem Pfostenschuss im zweiten Versuch auf 4:0 erhöhte, hat der Angreifer in allen Tests getroffen. Der Kongolese Imbongo hätte sein Torkonto sogar noch aufstocken können, der Pfosten stand aber im Weg (62.). Die Zielstrebigkeit ging in den letzten 30 Minuten verloren, die Strafe folgte durch Tim Vayrynen (78.), der das 1:4 erzielte. Für den Schlusspunkt sorgte der eingewechselte Blendi Idrizi (80.) mit einem schönen Schlenzer aus 18 Metern.

„Die Aachener haben das gut gemacht“, urteilte Eric van der Luer. „Aber wir haben es ihnen auch ziemlich leicht gemacht. Der ein oder andere Spieler von uns, der hinten dran ist, hatte anscheinend ein Motivationsproblem“, fand der Roda-II-Trainer und Ex-Alemanne deutliche Worte.

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