Alemannia Aachen im FVM-Pokal-Viertelfinale in Freialdenhoven

Alemannia im FVM-Pokal : „Jetzt wollen wir das Ding auch gewinnen“

Die Zeit der Experimente bei Alemannia Aachen ist vorbei. Viertelfinale im Fußball-Mittelrhein-Pokal, oder wie Fuat Kilic sagt: „Noch drei Spiele bis zur ersten Hauptrunde, jetzt wollen wir das Ding auch gewinnen.“ Am Samstag läuft seine Mannschaft beim klassentieferen Mittelrheinligisten Borussia Freialdenhoven auf.

Vor vier Jahren standen sich die Teams schon einmal im Viertelfinale gegenüber, damals in anderer Umgebung. Alemannia siegte 3:0 am Tivoli.

Auf das Spiel fiebert nicht nur der die Borussia hin, deren Rückrunde noch nicht begonnen hat. Auch für den Regionalligisten ist das die vorerst wichtigste Partie seit Monaten. „Das ist für beide Teams das Spiel des Jahres“, sagt Kilic. Der Wettbewerb bietet die Möglichkeit, mit wenig Aufwand an die Fleischtöpfe zu gelangen. Für das Erreichen der ersten Runde im großen DFB-Pokal sind 121.000 Euro ausgelobt, was ziemlich genau zehn Prozent des vorgesehenen nächsten Alemannia-Etats ausmachen würde. Dazu locken noch Zuschauereinnahmen. Zukunftsmelodie.

Erst einmal steht in der Gegenwart das reizvolle Nachbarschaftsduell an. Kilic erwartet kurz nach dem Anpfiff um 15 Uhr ein kleines Schauspiel auf freier Wiese: „Die werden dann den Mannschaftsbus vor dem Strafraum parken.“ Alemannia bereitet sich jedenfalls auf einen Gegner vor, der viel Wert auf die geballte Verteidigung legt, und seine Chance bei Kontern und ruhenden Bällen wittert. „Freialdenhoven besitzt eine sehr erfahrene und abgezockte Mannschaft“, hat er in den Testspielen zuletzt beobachtet. Das ändert nichts an der Favoritenstellung. Alemannia will diese Partie dominieren und ist an einem pünktlichen Feierabend sehr interessiert. „Wir sind auf einen Gegner vorbereitet, der uns mit allen Mitteln aus dem Konzept bringen will“, sagt Kilic.

Fuat Kilic will mit seinem Team auch am Samstag jubeln

Verzichten muss er nur auf die Krankenscheinbesitzer Florian Rüter und Kai Bösing, der auch in den kommenden zwei Spielzeiten am Tivoli bleibt. In den vorherigen Runden hat Aachens Trainer bevorzugt sein Personal durchgewechselt, in Freialdenhoven wird die beste Formation aufgeboten. Dazu gehört auch Peter Hackenberg, der seine Arbeitspapiere gerade für zwei weitere Jahre (plus Option) verlängert hat. Der Kapitän kehrt zurück in die Startelf. Auch die übliche Rochade im Tor bleibt diesmal aus, Daniel Zeaiter will seine Serie ohne Gegentor ausbauen. „Er macht seit Wochen einen sehr souveränen Eindruck, hat eine gute Ausstrahlung“, sagt Kilic über den Torwart, der Ende des Jahres auch ein paar Wackler in seinem Spiel eingebaut hatte. Im Pokal können alle Spieler berücksichtigt werden, so kehren auch Sebastian Schmitt und Torwart Niklas Jakusch nach langer Leidenszeit zurück in den Kader.

Vor sieben Jahren stand Alemannia das letzte Mal in der Hauptrunde, seitdem sind alle Versuche gescheitert. Die Sehnsucht „DFB-Pokal“ ist groß. Mit den Worten des Trainers klingt das so: „Es wird Zeit, dass wir noch mal was für die Pokalvitrine holen.“

Mögliche Aufstellung: Zeaiter - Müller, Heinze, Hackenberg, Salata - Pütz - Boesen, Idrizi, Batarilo, Garnier - Imbongo

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