Köln: Alemannia Aachen gegen Viktoria Köln: Unsere Netzschau zum Saisonauftakt 2018/2019

Köln : Alemannia Aachen gegen Viktoria Köln: Unsere Netzschau zum Saisonauftakt 2018/2019

Der erste Gegner der neuen Saison war der letzte Gegner der abgelaufenen Saison: Zum Einstieg in die Regionalliga West 2018/2019 musste Alemannia Aachen gegen Viktoria Köln ran. Im Sportpark Höhenberg trafen die Schwarz-Gelben auf den amtierenden Vizemeister und FVM-Pokalsieger. Und wie auch in der abgelaufenen Saison gibt es auch in dieser Spielzeit wieder unsere Netzschau.

Es ist schon fast zur Tradition für Fuat Kilic geworden: Auch zum Saisonstart 2018/2019 musste der Tivoli-Trainer wieder jede Menge neue Gesichter in die Mannschaft einbauen und viele Abgänge kompensieren. Und das trotz zusätzlicher finanzieller Hilfe der Fans. Durch die Initiative der "Öcher Investörchen" sind fast 50.000 Euro zusammengekommen.

Trotzdem waren im Sommer 17 Ab- und zwölf Zugänge zu verzeichnen. Für viele Fans hieß es deshalb erst einmal wieder Namen lernen. Unsere Kader-Übersicht hilft da ein wenig und zeigt die gesamte Tivoli-Truppe der neuen Spielzeit.

Der Motivation für die neue Spielzeit tat das aber keinen Abbruch. In der Vorbereitung zeigte die neue Mannschaft bereits, dass sie den Fans in dieser Saison wieder viel Spaß bereiten kann. Und wer ein bisschen träumen mag: Der Meister der Regionalliga West steigt am Ende der Saison direkt auf.

Und so machten sich am Sonntag viele Schwarz-Gelbe über die A4 auf nach Köln. Natürlich ausgerüstet mit dem neuen Alemannia-Bier.

In Köln angekommen zeigte sich schnell: Der Sportpark Höhenberg wird fest in schwarz-gelben Händen sein, Fuat Kilic und seine Mannen können sich auswärts auf eine Heimspielatmosphäre freuen.

Insgesamt waren 2.513 Zuschauer live vor Ort, rund 1.500 aus der Kaiserstadt.

Und die konnten den Anstoß kaum noch erwarten.

Und das nicht nur vor Ort, sondern auch zuhause vor dem Laptop.

Und auch ehemalige Alemannen fieberten dem Spiel entgegen. Tobias Mohr wechselte im Sommer in die zweite Liga nach Fürth. Doch einmal Alemanne, immer Alemanne. Er drückte seinem Heimatverein die Daumen und erinnerte an das letzte Aufeinandertreffen zwischen den Schwarz-Gelben und der Viktoria im FVM-Pokalfinale wenige Wochen zuvor im Mai.

Für einen gelungenen Saisonauftakt sollte folgende Elf von Fuat Kilic in Köln sorgen.

Aachens neuer Mann zwischen den Pfosten, Niklas Jakusch, konnte es auch kaum noch erwarten, dass es endlich los ging. Der Keeper mit der Nummer 25 auf dem Rücken kennt als einer der wenigen im Kader die Freuden des Aufstiegs in die dritte Liga, gelang ihm das Kunststück vor ein paar Jahren doch mit Holstein Kiel.

Doch in der ersten Hälfte agierten die Aachener zu zaghaft. Die neuformierte Truppe von Trainer Kilic machte kein schlechtes Spiel, agierte über weite Strecken in der Defensive gut und ließ gegen den Vizemeister nicht viele Chancen zu. Aber die wenigen Gelegenheiten nutzten die Kölner. In der Offensive zeigte die Alemannia zwischenzeitlich, dass sie spielerisch im Vergleich zur Vorsaison keinesfalls schlechter geworden ist. Wirklich zwingende Aktionen sprangen aber nicht heraus. Und so ging es mit einem 0:2-Rückstand zur Halbzeit in die Kabine.

In der zweiten Halbzeit bewiesen die Spieler aus der Kaiserstadt dann endgültig, dass sie mit den Großen in der Liga mithalten können. Sie agierten nun offensiver und als Belohnung wurde einer von Aachens neuen Stürmern, Marcel Kaiser, im Strafraum gelegt. Mit Vincent Boesen verwandelte ein weiterer neuer Offensivmann zum Anschluss.

Wer nicht wusste, dass das Spiel zwischen der Viktoria und der Alemannia im Rahmen des ersten Spieltags der Regionalliga stattfand, der konnte in den letzten 15 Minuten denken, dass es sich um ein Pokalspiel handelte. Aachen drängte die Kölner immer stärker in die Defensive und erarbeitete sich Chance um Chance. Die größte hatte wohl Kai Bösing nach Zuspiel von Steven Rakk. Allerdings vergab der eingewechselte Mittelfeldspieler die 100-Prozentige. Da der Vizemeister ebenfalls keinen weiteren Treffer bei den sich bietenden Konterchancen nachlegen konnte, blieb es letztendlich bei der 1:2-Niederlage für die Aachener. Aber es war eine der Kategorie „unnötig“ und eine, auf die Trainer und Fans aufbauen können. Denn: Kampf, Leidenschaft und Moral stimmen schon jetzt. Phasenweise stimmte auch die spielerische Komponente. Und von den letzten drei Aufeinandertreffen zwischen der Alemannia und Viktoria Köln in den vergangenen drei Monaten war es mit das engste Spiel. Und das, obwohl Köln eingespielt war und Aachen mit einem komplett neu zusammengewürfelten Haufen antrat. Ein Haufen, der Spaß verspricht.

Und das sagen auch die Fans so, die ihre Schwarz-Gelben nach dem Abpfiff wie nach einem Sieg feierten. In etwas mehr als einer Woche folgt das erste Heimspiel der Saison. Am Montagabend empfängt die Alemannia die SG Wattenscheid zum Live-TV-Spiel auf dem Tivoli. Dann sollen die ersten drei Punkte der neuen Saison her.

(bph)
Mehr von Aachener Zeitung