Oberhausen: Alemannia Aachen gegen Rot-Weiß Oberhausen: Unsere Netzschau zur dritten Niederlage in Folge

Oberhausen : Alemannia Aachen gegen Rot-Weiß Oberhausen: Unsere Netzschau zur dritten Niederlage in Folge

Zum Start in Köln unglücklich verloren, im ersten Heimspiel gegen Wattenscheid unglücklich über die eigene Leistung und die damit verbundene Niederlage. In Oberhausen wollen die Tivoli-Kicker von Fuat Kilic endlich die ersten Saisonpunkte holen. Fans und Mannschaft bildeten eine Einheit, es hätte eines dieser berühmten Schlüsselspiele einer Saison werden können. Am Ende aber stand die dritte Pleite in Folge und der perfekte Fehlstart.

Zwischen dem Stadion Niederrhein und dem Tivoli liegen rund 130 Kilometer. Eine ähnliche Entfernung gab es vor der Partie auch in der Tabelle zwischen den Schwarz-Gelben und den Rot-Weißen. Während die Hausherren am Freitabend als Tabellenführer auf den Rasen einluden, kamen die Gäste als Tabellenschlusslicht im westlichen Ruhrgebiet an. Doch die Mannen von Fuat Kilic waren extrem motiviert im dritten Anlauf der Saison endlich die ersten Punkte einzufahren. Und auch die Fans waren heiß auf das Spiel.

Ob mit dem Auto, der Bahn oder dem Bus: Zahlreiche schwarz-gelbe Anhänger machten sich wieder auf die Reise, um ihre Mannschaft zu unterstützen und auch das Spiel in Oberhausen zu einem Heimspiel zu machen.

Zum Anpfiff schickte Fuat Kilic folgende Elf ins Rennen:

Die bisherige Nummer eins zwischen den Pfosten, Niklas Jakusch, wurde durch den Keeper mit der Nummer eins auf dem Rücken verletzungsbedingt ersetzt. Mittwochabend wollte der Torwart wegen eines heftigen Gewitters die Fenster schließen, ihm fiel eine Vase auf den Fuß und er zog sich eine Schnittwunde zu. Ein passendes Bild für den (kurzen) Saisonverlauf bisher: Viele gute Absichten, leider kein glückliches Ende. Oder wie @Loehrzeichen auf Twitter kommentierte:

So kam Daniel Zeaiter zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz für die Alemannia. Und er erlebte von hinten heraus eine Mannschaft, der man den letzten Tabellenplatz nicht anmerkte. Im Gegenteil. Die Schwarz-Gelben agierten druckvoll, suchten den Abschluss und kämpften. Ganz im Sinne der Fans:

Dann aber kam es, wie es kommen musste: Oberhausen nutzte die erste eigene Gelegenheit und führte plötzlich mit 1:0.

Aber das Team von Fuat Kilic gab nicht auf. Durch den blendenden Blendi Idrizi konnten die Kaiserstädter noch vor dem Halbzeitpfiff ausgleichen. Und auch nach dem erneuten Rückstand nach der Halbzeit kamen die Schwarz-Gelben, unter lautstarken Anfeuerungen aus dem Gästeblock, zurück. Erneut glich Idrizi für die Alemannia aus.

Die Zeiger der Stadionuhr tickten dem Ende entgegen, der erste Saisonpunkt war zum Greifen nah. Es hätte nun eines dieser Spiele werden können, bei denen am Saisonende gesagt wird: „Das eine Spiel da in Oberhausen, das war der Wendepunkt, da haben wir uns gefunden. Von da an lief es.“ Aber auch im dritten Anlauf sollte es nicht sein. Kurz vor Schluss fing sich die Alemannia den dritten Gegentreffer am Freitagabend und verlor die Partie so 2:3.

Die Enttäuschung über den couragierten und über weite Strecken des Spiels guten aber erneut punktlosen Auftritt war groß. Noch viel Größer aber war die Reaktion der schwarz-gelben Fans, die ihre Mannschaft direkt mit dem Abpiff wieder aufbauten und für ihre Leidenschaft feierten.

Der Fokus liegt nun auf dem nächsten Freitag. Im Heimspiel gegen den SC Wiedenbrück steht die neuformierte Aachener Mannschaft bereits früh in der Saison unter Druck. Mit dem Einsatz der Oberhausenpartie, etwas mehr Konzentration bei der Verteidigung von Standards und den Anfeuerungen von den Rängen sollte es dann aber wirklich klappen mit den ersten Saisonpunkten!

(bph)
Mehr von Aachener Zeitung