Spieler aus dem Kreis Düren: Yabo, Salger und die „Klatsche” von Köln

Spieler aus dem Kreis Düren : Yabo, Salger und die „Klatsche” von Köln

Die beiden Fußballprofis von Arminia Bielefeld verlieren in der 2. Bundesliga beim 1. FC Köln 1:5. Für den Aldenhovener Yabo und den Dürener Salger ist das besonders bitter - weil beide in der Jugend der Kölner groß geworden sind und sich für das Duell mit dem Ex-Verein viel vorgenommen hatten.

Natürlich hatten sich Reinhold Yabo und Stephan Salger diesen Samstagnachmittag ganz anders vorgestellt, es hätte ja auch ein schöner Ausflug in die alte Heimat werden können. Wurde es aber nicht, im Gegenteil: Es wurde ein Debakel. Ein 1:5 ihres Klubs Arminia Bielefeld beim 1. FC Köln in der 2. Fußball-Bundesliga.

Am Ende des Tages waren beide Fußballer also ziemlich frustriert. Was auch daran lag, dass Yabo und Salger auch über den Frust hinaus einiges verbindet: Beide kommen sie aus dem Kreis Düren, Yabo lernte das Fußballspielen in Aldenhoven-Niedermerz, Salger im Dürener Stadtteil Gürzenich. Beide spielten sie in der Jugend für den 1. FC Köln, Yabo von 2001 bis 2013, Salger von 2002 bis 2011. Beide sind sie mittlerweile Profis, beide spielen sie in Bielefeld, Yabo im Mittelfeldfeld, Salger in der Abwehr.

Und an diesem Samstagnachmittag reisten sie mit ihrem Klub nach Köln: zu ihrem Ex-Verein, zum Tabellenführer, Rhein-Energie-Stadion, 50.000 Zuschauer. Großes Spiel. Vor allem weil auch die Arminia zuletzt gut drauf war, sie hatte bis Samstag zehn von 15 möglichen Punkten im Jahr 2019 geholt. Yabo und Salger dürften sich also eine Menge vorgenommen haben: eine gute Leistung zeigen, vielleicht ein Tor schießen, auf jeden Fall mindestens einen Punkt mitnehmen.

Das Problem: Nichts davon gelang. Am Ende stand ein 1:5, es war eine Klatsche. „Ja”, sagte Yabo, „Klatsche trifft es ganz gut.” Yabo hatte als defensiver Mittelfeldspieler in der Startelf gestanden, Salger als Innenverteidiger - und beide waren genauso überfordert wie ihre neun Mannschaftskollegen. Und Salger sah bei zwei der fünf Gegentoren auch noch ziemlich unglücklich aus: Beim 0:1 leistete er dem Kölner Dominick Drexler nur Begleitschutz, beim 0:4 durch Simon Terodde legte er dem Stürmer des FC den Ball unfreiwillig vor. „Wir waren einfach nicht gut genug, um gegen eine Mannschaft wie Köln zu bestehen.”

Und damit war der Ausflug in die alte Heimat eigentlich ganz gut zusammengefasst.