Köln: Markus Anfang: „Es geht einzig um den FC und den Erfolg für den Verein“

Köln: Markus Anfang: „Es geht einzig um den FC und den Erfolg für den Verein“

Ein Lächeln auf dem Gesicht setzte er schon auf, dennoch möchte Markus Anfang vor seiner Heimpremiere als Trainer des 1. FC Köln in seiner Heimatstadt überhaupt nicht im Mittelpunkt stehen. Das machte der 44-Jährige am Sonntag am Geißbockheim deutlich. Getreu seinem Dogma: Anfang will gewinnen, nicht jedem gefallen.

Ja, er freue sich zwar schon auf dieses erste Heimspiel gegen Union Berlin (Montag, 20.30 Uhr) vor erwarteten 47.500 Zuschauern, die Partie sei auch etwas Besonderes. Aber schnell versuchte der gebürtige Kölner das Thema herunterzuspielen.

An seinem Gefühlsleben ließ er jedenfalls niemanden teilhaben. „Es geht am Ende nicht um mich, sondern um den 1. FC Köln. Persönliche Interessen müssen in den Hintergrund treten“, sagte Anfang. Das verlange er schließlich auch von seinen Spielern. Es gehe „einzig um den FC und den Erfolg für den Verein“ und natürlich um die Leistung am Montagabend. „Und da hoffe ich, dass wir eine richtig gute Leistung abliefern.“

Und die solle zudem fußballerisch besser sein als die in der ersten Halbzeit zum Auftakt beim VfL Bochum, als die Kölner doch reichlich Glück hatten, um dann nach einer deutlichen Leistungssteigerung noch verdient mit 2:0 zu gewinnen. Im Training würden seine Spieler schon zeigen, zu was sie in der Lage seien, nun müsse seine Mannschaft diese Qualität eben auch im Pflichtspiel abrufen. „Dann können wir dominant sein“, sagte der neue Kölner Trainer. Schafft er mit seiner Mannschaft das, was er sich vorgenommen hat, wäre dies fast eine Ausnahme: Denn von insgesamt 15 Trainern, die der FC seit 2002 mehr oder weniger verschliss, gewannen nur drei ihr erstes Heimspiel.

Montagabend gegen eine der besseren Mannschaften der Zweiten Liga (Anfang: „Union hat immer die Zielsetzung, oben dabei zu sein, und wird uns alles abverlangen“) will der Absteiger keine böse Überraschung erleben. Anfang kann dann auch wieder aller Voraussicht nach auf den neuen Kapitän Jonas Hector zählen, den zuletzt Magen-Darm-Probleme zu schaffen machten. Der Coach ging davon aus, dass der Nationalspieler rechtzeitig wieder fit werde. Sollte dies der Fall sein, könnte Hector gegen Union erneut im Mittelfeld auflaufen. „Das ist möglich“, so Anfang lakonisch.

Für Hector würde Jannes Horn auf der Linksverteidiger-Position beginnen. Einiges deutet auch darauf hin, dass Mittelfeldspieler Niklas Hauptmann in die Startelf rückt. Klar ist: Lasse Sobiech wird den gesperrten Jorge Meré in der Innenverteidigung ersetzen.

Nach dem Union-Spiel soll Marco Höger wieder komplett ins Mannschaftstraining einsteigen. „Er soll dann auch die gesamte Zeit bei der Mannschaft bleiben“, sagte Anfang. Ein Höger-Comeback ist damit in Sichtweite. Auch die zuletzt verletzten Rechtsverteidiger Matthias Bader und Benno Schmitz seien „auf einem guten Weg“. Das träfe auch auf die gesamte Mannschaft und ihren Trainer zu, sollte sie Berlin bezwingen.

Voraussichtliche Aufstellung: T. Horn - Risse, Czichos, Sobiech, J. Horn - Hector - Clemens, Hauptmann, Drexler - Guirassy, Cordoba

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