Kommentar: 1. FC Köln schafft wieder keine Fakten um Stöger

Kommentiert: Der nächste Akt

Muss er gehen? Darf er bleiben? Oder zieht er sich doch selbst zurück? Das Theater um die Zukunft von Trainer Peter Stöger macht die katastrophale Situation beim 1. FC Köln noch komplizierter. Und dennoch haben sie es beim Fußball-Bundesligisten am Montag erneut verpasst, Fakten zu schaffen.

Keine Entlassung, kein Bekenntnis — nur weitere Unruhe. Und die kann der FC ja so gar nicht gebrauchen.

Die Verantwortlichen hätten Stöger entlassen können. Das wäre nach der elften Niederlage im 13. Ligaspiel der Saison nicht weiter verwunderlich gewesen; sie hätten sich nicht mal rechtfertigen müssen.

Die Verantwortlichen hätten sich klar zu Stöger bekennen können, mindestens bis zur Winterpause. Das wäre bei den Verdiensten des Trainers und dem Rückhalt, den er durch viele Spieler und Fans hat, ebenfalls nicht überraschend gewesen; sie hätten sich auch dafür nicht rechtfertigen müssen.

Statt klarer Ansagen und ein bisschen Ruhe bekommt Stöger eine Jobgarantie für ein einziges Spiel. Bei Schalke 04. Als hilfloser Letzter beim formstarken Dritten. Der nächste Akt im Theater um die Zukunft des Trainers ist programmiert. Das haben die Verantwortlichen so inszeniert.

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