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Bremerhaven: Kölns teuerster Spieler trifft zumindest aus elf Metern

Bremerhaven : Kölns teuerster Spieler trifft zumindest aus elf Metern

So erfolgreich wie sein Vorgänger erlebte der neue Kölner Mittelstürmer seinen Einstand nicht. Ein Elfmetertor erzielte Jhon Córdoba beim mühelosen 5:0-Sieg im DFB-Pokalspiel bei der LTS Bremerhaven. Anthony Modeste waren zwei Jahre zuvor beim Debüt drei Tore beim SV Meppen gelungen. Zufrieden war Trainer Peter Stöger trotzdem mit dem Modeste-Nachfolger.

Angesichts einer Ablöse von rund 16 Millionen Euro steht der neue Angreifer des Fußball-Bundesligisten besonders im Blickpunkt. „Jhon hat Qualität”, sagte Stöger nach dem Pflichtspiel-Debüt des Angreifers: „Man kann einen Spieler nicht eins zu eins ersetzen.”

Córdoba tritt ein schweres Erbe an. „Was Anthony gezeigt hat, war außergewöhnlich”, sagte der Coach über den nach China gewechselten Modeste, den teuersten Verkauf der Kölner Vereinsgeschichte. Ob der 24 Jahre alte Kolumbianer den Publikumsliebling ersetzen kann? „Das kann ich vielleicht in einem Jahr sagen”, entgegnete Stöger.

Gegen die dichte Verteidigung der Amateure tat sich Córdoba schwer. Aber er traute sich immerhin, den Ball nach dem Strafstoßpfiff zu verlangen, und traf nach 50 Minuten sicher beim freien Schuss aus elf Metern. Davor und danach erzielten Leonardo Bittencourt (28.), Frederik Sörensen (34.), Marcel Risse (69.) und Sehrou Guirassy (75.) die Kölner Tore.

„Es ist immer wertvoll für Stürmer, Tore zu erzielen, weil sie daran gemessen werden”, kommentierte Kölns Manager Jörg Schmadtke und schob nach: „Egal wie sie entstehen.” Vergleiche mit Modeste lehnte er ab.

Dass der Modeste-Nachfolger bei seinem Pflichtspiel-Einstand wenig zur Geltung kam, lag ja auch an seinen Mitspielern. Córdoba wurde viel zu selten mit guten Vorlagen versorgt. Eine Glanzleistung zeigten in Bremerhaven auch die etablierten Mitspieler nicht. Ein bisschen mehr Einfallsreichtum im Spielaufbau hätte dem neuen Angreifer gut getan, der im Zentrum meist vergeblich auf brauchbare Anspiele lauerte.

Gleichwohl waren die Kölner Verantwortlichen froh, dass ihr neuer Mittelstürmer beim fünftklassigen Gastgeber traf. Schmadtke formulierte es so: „Für das Selbstverständnis und als Signal nach draußen ist es wichtig.”

(dpa)