Kommentar zur Lage des Vereins: Die Probleme des 1. FC Köln

Kommentar zur Lage des Vereins : Die Probleme des 1. FC Köln

„Das machen die Stars!“ Ein Satz wie ein Fallbeil. Ausgesprochen hat ihn Dominick Drexler, Mittelfeldspieler des 1. FC Köln. Er war zuvor von Journalisten gefragt worden, ob er die peinliche 0:3-Niederlage bei Dynamo Dresden analysieren könne.

Drexler lieferte mit diesem einen Satz einen Einblick in die Kölner Mannschaft. Und er zeigte auf, dass es beim FC – trotz des nahezu sicheren Wiederaufstiegs in die Bundesliga – einige Probleme gibt, die es schleunigst zu beheben gilt.

Es ist nämlich nicht nur so, dass es sportliche Mängel gibt, vor allem in der Defensive; in Dresden waren diese besonders augenfällig. Drexler prangerte nun auch zwischenmenschliche Probleme an.

Seine Aussage suggeriert, dass es Spieler im Kader gibt, deren Selbstwahrnehmungen im Gegensatz zu ihren Leistungen steht; mangelnde Einstellung war schon in der vergangenen Abstiegssaison ein großes Problem.

Namen nannte der Mittelfeldspieler nicht, musste er aber auch nicht. Wichtig war das Signal. Für seine Mitspieler, für die Fans. Und am meisten für die Verantwortlichen. Die Aufgabe für Sportchef Armin Veh und Trainer Markus Anfang sollte nun klar sein: Der FC muss sich nicht nur sportlich verbessern. Sondern auch in Sachen Einstellung. Spätestens zur nächsten Saison.

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