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Köln: Der FC empfängt Augsburg mit Selbstbewusstsein und einer Glücksjacke

Köln : Der FC empfängt Augsburg mit Selbstbewusstsein und einer Glücksjacke

Es gibt noch einige Geheimnisse rund um das Heimspiel des 1. FC Köln am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) gegen den FC Augsburg, aber eines ist gewiss: Trainer Stefan Ruthenbeck wird in einer schwarz-grauen Kapuzenjacke an der Seitenlinie seiner Arbeit nachgehen. Die trug er bei den Siegen über Wolfsburg, Mönchengladbach und Hamburg. Und die wird er nun wieder tragen.

„Ich darf auf gar keinen Fall etwas anderes anziehen, definitiv nicht“, sagt der Trainer. Ist doch klar. Die Kräfte des Kleidungsstücks sind stark, allerdings hat der Aberglaube des Trainers Grenzen. Denn gewaschen wird das Teil zwischen den Spielen durchaus. Jacke hin oder her — der Respekt vor dem Gegner ist groß, in der Hinrunde kassierten die Kölner in Augsburg ein 0:3. „Eine unangenehme Mannschaft mit einem guten Trainer, der immer wieder Top-Ideen hat“, sagt Ruthenbeck. „Ein Angstgegner, da müssen wir aufpassen.“

Die Kölner werden gleich auf mehrere Spieler der Gäste zu achten haben, zum Beispiel auf einen starken Außenverteidiger: Philipp Max, Augsburgs hochaktiver Mann auf der linken Seite, gilt sogar als Kandidat für einen Platz in der Nationalmannschaft. In der Vorbereitung nahm Max eine große Rolle in Ruthenbecks Gedanken ein. Doch seine Pläne behält der FC-Coach für sich.

Terodde gegen Finnbogason

Und natürlich wird Kölns Trainer mit seinen Spielern auch über Alfred Finnbogason gesprochen haben. Im Hinspiel erzielte der Torjäger der Augsburger seinen ersten Dreierpack in der Bundesliga. „Das war unser erster Saisonsieg und darum ganz wichtig“, sagt der Stürmer. „Und klar, drei Tore in der Bundesliga zu schießen, ist ganz besonders.“ Beim 3:3 gegen den SC Freiburg kurz vor Weihnachten gelang Finnbogason das Drei-Tore-Kunststück übrigens nochmal.

Aber auch der FC hat ja wieder einen treffsicheren Stürmer in seinen Reihen: Simon Terodde. Der Aufschwung mit drei Siegen in Serie trägt vor allem seinen Namen. Der Wintereinkauf vom VfB Stuttgart hat in zwei Rückrundenpartien drei Mal getroffen. Und nicht nur deshalb ist der Respekt der Augsburger vor Terodde groß. „Er ist nicht nur ein guter Umschaltspieler, sondern auch bei Standardsituationen gefährlich“, sagt Trainer Manuel Baum.

Terodde ist also in Form, und auch sonst haben die Kölner personell wenig zu klagen. Leonardo Bittencourt wird nach seiner Adduktoren-OP noch fehlen, auch Marcel Risse ist noch nicht fit, aber die Zeiten der übervollen Kölner Krankenstation sind vorüber. „Ich habe 24 Feldspieler und drei Torleute, da kann ich richtig schön auswählen“, sagt Ruthenbeck.

Offen ist, ob Vincent Koziello gegen Augsburg schon eine Rolle spielen kann. Der Franzose steht voll im Trainingsbetrieb, allerdings bewiesen zuletzt Marco Höger und Salih Özcan, dass sie gut harmonieren können. Überhaupt zeigt Höger nach soliden Trainingswochen derzeit steigende Form. Sollte Köln mit zwei Spitzen spielen, wäre es schon für Kapitän Matthias Lehmann schwierig, einen Platz im Team zu finden.

„Vincent gewöhnt sich langsam an die Automatismen, an die Intensität im Training“, sagt Ruthenbeck, „aber wir haben zuletzt Spieler gefunden, die das im Zentrum sehr gut machen. Da jetzt etwas ausein-anderzureißen, würden wir nicht tun. Er ist noch ein junger Spieler, der im Verlauf des Spiels eine Option sein kann.“ Für den Fall, dass die Glücksjacke des Trainers alleine nicht reicht.

Voraussichtliche Aufstellung: T. Horn - Sörensen, Heintz, Mere, Hector - Özcan, Höger - Jojic, Clemens - Osako, Terodde