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FC-Stürmer: Der DFB stellt das Verfahren gegen Anthony Modeste ein

FC-Stürmer : Der DFB stellt das Verfahren gegen Anthony Modeste ein

Der Stürmer des 1. FC Köln bejubelt sein Tor gegen Arminia Bielefeld in der Fußball-Bundesliga mit einem Kaffee, der sein Konterfei trägt. Dafür bekommt er nun eine Rüge.

Es war ohne Zweifel die Szene des Spieltags. Anthony Modeste traf gegen Arminia Bielefeld am 31. Spieltag zum zwischenzeitlichen 2:1 für den 1. FC Köln. Doch nicht etwa handelte es sich um ein besonders spektakuläres Tor, es war der Jubel, der verblüffte – und der ein Nachspiel gehabt hätte, wenn es der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nicht bei einer Rüge belassen hätte, wie er heute auf seiner Webseite bekanntgab.

Das Kuriose am Jubel: Der Torjäger hatte eine Tüte hinter dem Tor platziert und offenbar nur auf seinen eigenen Treffer gewartet. Das spricht zwar für eine ganze Menge Selbstvertrauen, artete aber in einer Marketing-Aktion aus. Modeste holte, als es dann so weit war (43. Spielminute), für seinen Jubel eine Packung Kaffee mit seinem Konterfei aus der Tüte.

Seit einigen Monaten hat der Franzose eine Kooperation mit einer Kölner Rösterei. Daraus hervorgegangen war der Anthony-Modeste-Kaffee. „Geschmack: Geröstete Nüsse, Kakao“, steht auf der Verpackung. Der Angreifer simulierte noch den genüsslichen Schluck aus einer Tasse und warf die Packung einem Fan zu.

Das schmeckte weder seinem Trainer Steffen Baumgart, der auf der Pressekonferenz erklärte: „Fußball ist immer dünnes Eis. Du darfst nicht überdrehen, sonst kriegst du vor die Fresse.“ Nicht nur Baumgart hatte den Kaffee auf. Auch kündigte der DFB umgehend Ermittlungen an. Die kamen nun aber zu einem gnädigen Ende, denn der DFB stellt das Verfahren ein.

Auf der Webseite des Verbandes heißt es: „Der DFB-Kontrollausschuss hat mit Zustimmung des DFB-Sportgerichts das Verfahren gegen den Spieler Anthony Modeste vom 1. FC Köln wegen des Zeigens eines von ihm unterstützten Kaffeeproduktes beim Torjubel eingestellt.“

Und weiter: „Modeste wurde aufgefordert, derartiges sportrechtswidriges Verhalten zukünftig zu unterlassen und darauf hingewiesen, dass er im Wiederholungsfall mit einer Anklageerhebung vor dem DFB-Sportgericht zu rechnen habe.“