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Coronavirus: Marco Höger vom 1. FC Köln für Geisterspiele

Kölner Profi Marco Höger : „Nehmen Geisterspiele dankend an“

Der Kölner Fußball-Profi Marco Höger sieht in Geisterspielen „die einzige Chance für Profivereine“.

„Es geht mittlerweile um die Existenz vieler Vereine. Und wir Spieler wären dankbar über jede Form des Wettbewerbs. Ich mache drei Kreuze, wenn die Bundesliga wieder losgeht“, sagte der Vize-Kapitän des Fußball-Bundesligisten dem „Kölner Stadtanzeiger“.

Seine Einstellung zu Spielen ohne Zuschauer habe sich in der Corona-Krise deutlich geändert: „Mit Schalke hatte ich mal ein Geisterspiel in Thessaloniki, ganz ehrlich, das war eine Katastrophe. Und natürlich war auch das Derby zuletzt mit dem FC vor leeren Rängen in Gladbach alles andere als schön. Aber mit dem Hintergrundwissen von heute, da nehmen wir alle Geisterspiele dankend an.“

Nach seiner Meinung könnten solche Spiele zur Stimmungsaufhellung in der Coronavirus-Krise beitragen. „Ich weiß auch, dass sich die Welt derzeit natürlich nicht nur um den Fußball dreht und drehen darf, aber dennoch denke ich, dass Fußball in der schweren Zeit jetzt auch etwas Verbindendes hat. Der Fußball kann Teile der Gesellschaft zusammenschweißen – selbst mit Geisterspielen“, kommentierte Höger.

Der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler hofft auf ein baldiges Signal der Politik. „Das Wichtigste im Moment ist die Gesundheit der Menschen. Genauso wie die Friseure gerne wieder öffnen würden, würden wir gerne wieder spielen. Deshalb wäre es natürlich schön, wenn wir ein konkretes Datum in Aussicht hätten, an dem es wieder losgeht.“

(dpa)