1. Sport
  2. Fußball
  3. 1. FC Köln

Geplant im Grüngürtel: Bürgerinitiative erleichtert nach Gerichtsentscheidung zum Kölner Trainingsgelände

Geplant im Grüngürtel : Bürgerinitiative erleichtert nach Gerichtsentscheidung zum Kölner Trainingsgelände

Der Fußball-Bundesligist 1. FC Köln darf sein Trainingsgelände vorerst nicht auf den Grüngürtel in Köln ausweiten. Das hat das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen am Donnerstag entschieden.

Das OVG kippte den notwendigen Bebauungsplan der Stadt Köln wegen Verfahrensmängeln. Der 7. Senat wies in seiner Urteilsbegründung darauf hin, dass die Fehler mit Hilfe eines ergänzenden Planungsverfahrens aber aus der Welt geschafft werden können.

Geklagt gegen den Plan aus dem Jahr 2020 hatten eine Bürgerinitiative und der Naturschutzbund Nabu. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Revision ließ das OVG nicht zu. Dagegen ist Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig möglich. (Az.: 7 D 277/20.NE und 7 D 2/21.NE).

Neben der Erweiterung des Trainingsgeländes in Nachbarschaft zum Vereinsheim Geißbockheim hatte die Stadt auch den Bau von Kleinspielfelder für die Öffentlichkeit in die Planung aufgenommen. Damit sollte nach Annahme des Gerichts die Akzeptanz für die Planung in der Politik vergrößert werden.

Friedmund Skorzenski von der klagenden Bürgerinitiative „Grüngürtel für alle“ zeigte sich nach der Entscheidung des Gerichts sichtlich erleichtert. „Wir haben hier nur Gewinner: die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, das Klima, das Grün und der FC, der sich jetzt einen guten neuen Plan ausdenken kann“, sagte Skorzenski. Einen Verlierer gebe es aber auch, betonte der Naturschützer: die Stadt Köln mit ihrem sehr „besonderen Verwaltungswesen“.

Der Kölner Grüngürtel gilt als wichtige Naherholungsfläche für die Bevölkerung. Allerdings sieht der 7. Senat bei den Kleinspielfeldern in öffentlichen Grünflächen ein Problem. Solche baulichen Maßnahmen im Grüngürtel seien nur in geringem Umfang zulässig. Die Stadt habe aber vollversiegelte Sportflächen auf der vorgesehenen Fläche geplant. Dieser Planungsfehler führt nach Auffassung des Gerichts zum Aus für den gesamten Plan.

(dpa/mgu)