Köln: 40-Punkte-Marke: Eine schwierige Aufgabe und ein großes Ziel

Köln: 40-Punkte-Marke: Eine schwierige Aufgabe und ein großes Ziel

Es ist nicht so, dass es für den 1. FC Köln im Spiel gegen Darmstadt 98 (15.30 Uhr) um nichts mehr geht, im Gegenteil, er könnte die Punkte 38, 39 und 40 holen. Und damit wäre auch das erreicht, was sich der FC vor der Saison vorgenommen hat; ab dieser Marke gilt ein Verbleib in der Fußball-Bundesliga gemeinhin als gesichert.

Ein schönes Ziel für das vorletzte Heimspiel der Saison. So sieht es ja auch Peter Stöger, Kölns Trainer sagt: „Wir wollen die 40 Punkte am Wochenende erreichen.“ Danach könnte der FC eine durchaus souveräne Saison mit wenigen Wacklern noch ein bisschen besser machen.

Für Milos Jojic aber geht es um mehr, der Kölner Mittelfeldspieler will eine ziemlich verkorkste Spielzeit zumindest ein bisschen versöhnlicher gestalten. Jojic, 24, ist im Sommer von Borussia Dortmund zum FC gewechselt, für drei Millionen Euro, aber dass er diese Ablösesummer auch wert ist, hat er bisher nicht bewiesen. Am ersten Spieltag in Stuttgart hat Jojic in der Startelf gestanden, danach ist er nur noch zehn Mal eingewechselt worden, aber wirklich überzeugt hat er dabei nie.

Jojics Anteil am Erfolg

Bis zum vergangenen Sonntag, gegen Mainz, da ist Jojic zum elften Mal eingewechselt worden. Jojic kam, als Köln noch 0:2 zurücklag. Als das Spiel zu Ende war, hatte Köln 3:2 gewonnen; Jojic hatte daran großen Anteil, und das nicht nur, weil er den Ausgleich geschossen hatte. Der Serbe sagte: „Das ist der schönste Moment, seit ich in Köln bin.“

Es käme nicht überraschend, wenn Jojic gegen Darmstadt von Beginn an spielen dürfte. Weil er sich gegen Mainz empfohlen hat, und auch weil gegen den in der Regel tiefstehenden Aufsteiger seine Spielstärke ziemlich nützlich sein könnte.

Stöger weiß nämlich, was auf seine Mannschaft zukommt, er sagt: „Wir wissen um die Schwere der Aufgabe, und wir wissen auch um die Qualität und die Art und Weise, wie sie spielen.“ Eine schwierige Aufgabe, eine unangenehme. „Wir werden versuchen unsere spielerische Linie zu finden.“ Darmstadt wird hingegen wohl wieder auf lange Bälle und auf Standards setzen; das ist nicht schön, aber erfolgreich. Die Mannschaft hat sich auf diese Art bereits 35 Punkte erarbeitet, 23 davon in Auswärtsspielen, und steht wie der FC dicht vor dem Klassenerhalt, was dem Team von Trainer Dirk Schuster nur kaum jemand zugetraut hätte. Darmstadt zu unterschätzen, sei ein Fehler gewesen, den einige Gegner des Neulings gemacht hätten, findet Stöger. „Ich warne davor, mit dem Gedanken ins Stadion zu gehen, dass das ein Selbstläufer ist.“

Es gibt da aber auch einiges, was für die Kölner spricht: Sie haben von den acht bisherigen Pflichtspielen gegen Darmstadt noch kein einziges verloren, und bis auf den weiterhin gesperrten Leonardo Bittencourt kann Stöger auf seinen kompletten Kader zurückgreifen; Frederik Sörensen kehrt nach fünfwöchiger Verletzungspause zurück und könnte wieder als Rechtsverteidiger auflaufen. Wie genau Stögers Aufstellung aussehen wird, wollte der Trainer natürlich nicht verraten. Es werde eine sein, die „unser Ziel am besten umsetzen kann“.

Milos Jojic wäre sicher gerne ein Teil dieser Elf. (luk) Voraussichtliche Aufstellung: Horn - Sörensen, Maroh, Heintz, Hector - Lehmann, Gerhardt - Risse, Jojic, Mladenovic - Modeste

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