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Konstanz nach launiger Saison: 1. FC Köln verlängert mit Trainer Gisdol bis 2023

Konstanz nach launiger Saison : 1. FC Köln verlängert mit Trainer Gisdol bis 2023

Er wurde nicht mit offenen Armen empfangen, später dann gefeiert und am Ende doch wieder kritisch beäugt. Die Macher beim 1. FC Köln sind aber von Markus Gisdol überzeugt und verlängerten den Vertrag mit dem Trainer nun gleich bis 2023.

Seine erste Saison war ein ständiges Auf und Ab, nun soll Markus Gisdol beim 1. FC Köln zur großen Konstanten auf der Trainerposition werden. Der Fußball-Bundesligist verlängerte den Vertrag mit dem 50-Jährigen bis 30. Juni 2023. „Er hat die Mannschaft im letzten Jahr in einer sehr schwierigen Situation übernommen. Bei allen Herausforderungen auf dem Weg zum Klassenerhalt hat er Mut und Führungsqualitäten bewiesen – und es darüber hinaus geschafft, unsere Mannschaft, Routiniers und Youngster weiterzuentwickeln“, kommentierte FC-Geschäftsführer Horst Heldt am Mittwoch die Einigung mit dem ehemaligen Hoffenheimer und Hamburger Coach.

Gisdols Kontrakt hatte sich durch den Klassenerhalt automatisch um ein Jahr bis 2021 verlängert und wurde nun um zwei weitere Jahre ausgedehnt. Damit setzt der FC auch auf der Position des Cheftrainers auf Kontinuität. Der im November gemeinsam mit Gisdol gekommene Sportchef Heldt hatte seinen Vertrag kürzlich ebenfalls bis 2023 verlängert. „Unser Ziel ist es, den FC in der Bundesliga zu etablieren. Entscheidende Voraussetzung dafür ist ein Team, das kompetent und vertrauensvoll zusammenarbeitet und hinter unserem Weg steht. Genau das gilt für Markus, er ist ein wichtiger Teil davon“, sagte Heldt.

Gisdol ist seit dem Abschied von Rekordtrainer Peter Stöger im Dezember 2017 schon der fünfte Kölner Coach nach Stefan Ruthenbeck, Markus Anfang, Achim Beierlorzer und Interimstrainer André Pawlak. Beim FC fühlt sich Gisdol mittlerweile heimisch: „Als wir gestartet sind, habe ich gesagt, dass der 1. FC Köln ein einzigartiger Club ist. Und genauso habe ich den FC seither erlebt. Diese Fans, diese Stadt, alle Mitarbeiter hier - das ist eine starke Basis“, sagte Gisdol.

Er und Heldt hatten einst schon beim FC Schalke zusammengearbeitet. Damals hatte Heldt den Co-Trainer Gisdol nach der Trennung von Huub Stevens 2012 nicht wie von Gisdol erhofft zum Chefcoach befördert, sondern sich auch von ihm getrennt. Im Zuge seiner Vertragsgespräche im vergangenen Herbst soll Heldt sich aber klar für den früheren Hoffenheimer und Hamburger ausgesprochen haben.

Die erste Saison des FC mit Gisdol verlief sportlich so launenhaft, dass es selbst für Kölner Verhältnisse ungewöhnlich war. Der ohnehin vielerorts skeptisch empfangene Trainer begann mit einem Punkt aus drei Spielen. Und beim 0:2 bei Union Berlin wirkte der FC als so hoffnungsloser Fall, dass manche schon über Gisdols Zukunft spekulierten. Das 2:0 im Derby gegen Leverkusen war ein Befreiungsschlag, zwischen dem 15. und 25. Spieltag war Köln nach dem BVB und den Bayern das dritterfolgreichste Team. Danach fuhr der FC keinen einzigen Sieg in Geisterspielen mehr ein und verabschiedete sich mit einem peinlichen 1:6 in Bremen.

Noch während der Club die Vertragsverlängerung Gisdol bekanntgab, unterzogen sich die ersten Profis einem Corona-Test. Erst nach zwei negativen Testergebnisse dürfen sie an dem für Samstag eingeplanten ersten und nicht öffentlichen Teamtraining teilnehmen.

Es fehlten Vincent Koziello, Louis Schaub und Tomas Ostrak. Wie der FC am Mittwoch bestätigte, wurde das Trio freigestellt, um Verhandlungen mit anderen Clubs zu führen. Alle drei Profis waren zuletzt verliehen.

(dpa)