Aachen: Für Frust haben die „Ladies in Black” keinen Grund

Aachen: Für Frust haben die „Ladies in Black” keinen Grund

„Es gibt keinen Grund, frustriert zu sein”, betonte Stefan Falter. Der Trainer von Alemannia Aachens Bundesliga-Volleyballerinnen hofft, dass er seinen Spielerinnen die positiven Aspekte des vergangenen Wochenendes verdeutlichen konnte.

„Münster, zu den Titelkandidaten gehörend, so unter Druck zu setzen, wie wir das im ersten und dritten Satz geschafft haben, ist aller Ehren wert.”

Ab 19 Uhr geht es am Samstag in der Halle an der Neuköllner Straße gegen den Köpenicker SC. Dieser ist vor allem mit seinen schnellen Angriffen und dem Diagonalspiel zu beachten. Die Gäste kamen als Neunter ins Saisonziel. „Dass man im Berliner Stadtteil die Ziele höher gesteckt hat, mag man an der personellen Situation ablesen”, hat Stefan Falter einerseits Respekt vor dem, was Trainer-Kollege Gil Ferrer Cutino aufbaut.

Zum anderen ist aber auch bekannt, dass solche Transaktionen nur mit erheblichem finanziellen Aufwand zu tätigen sind. „Fünfzehn Spielerinnen im Kader zu haben, heißt schon einiges.” Der KSC hatte sich von sieben Leuten getrennt, mit der Verpflichtung von neun Neuen aber dennoch den Kader aufgestockt. Dass Qualität im der Köpenicker Team steckt, bewies dieses mit dem nicht nur in der Deutlichkeit sensationellen 3:0 in Vilsbiburg.

„Unsere Aufschlag- und Annahme-Leistung in Münster hätte bei anderen Gegnern gereicht”, stärkt Aachens Coach das Selbstbewusstsein seiner Schützlinge. Daran ändert auch nichts, dass auch diesmal nur neun einsatzfähig sind. Karolina Bednarova wird wegen ihrer Lungenentzündung auch im Pokalspiel gegen Potsdam (Mittwoch, 7. Dezember, 20 Uhr) fehlen, Kimika Rozier noch viel länger.

Auf die übrigen Alemanninnen dürfen sich die Fans aber freuen. Und das gilt nicht nur für Angie Bland, die gegen Hamburg als wertvollste Aachenerin ausgezeichnet wurde, und auch Karine Muijlwijk, der dies in Münster zuteil wurde. Laura Weihenmaier kam für Bednarova ins Team und überzeugte ebenso wie die übrigen „Ladies”. „Und Barbara Dégi hat im Training so gute Leistungen angeboten, dass sie sich die längere Einsatzzeit redlich verdient hatte”, freute sich Stefan Falter über den gewachsenen Druck „von der Bank”.