Wegberg-Beeck: FC Wegberg-Beeck gegen RW Essen: Neues Selbstvertrauen

Wegberg-Beeck: FC Wegberg-Beeck gegen RW Essen: Neues Selbstvertrauen

Auch wenn es die zwölfte Niederlage im zwölften Auswärtsspiel war: Der FC Wegberg-Beeck hat aus dem 1:2 in Velbert neues Selbstvertrauen geschöpft. Das soll sich am Dienstagabend um 19.30 Uhr im heimischen Waldstadion dokumentieren, wenn RW Essen beim Tabellenletzten der Fußball-Regionalliga gastiert.

Gegen diesen Traditionsklub rechnen sich die „Kleeblätter“ durchaus etwas aus. Vielleicht gibt es ja sogar den zweiten Saisonsieg.

Teamchef Friedel Henßen sah sich am Montagnachmittag bei der Videoanalyse bestätigt. „Uns ist in Velbert ein Tor gestohlen worden“, stellte er fest. „Da gab es keine Abseitsstellung von Sahin Dagistan. Das macht die Niederlage noch ärgerlicher.“ Es wäre Sekunden vor Schluss das 2:2 gewesen. Doch die Erkenntnis, dass sein Team bei einem Gegner aus dem Mittelfeld mithalten kann, baut den Kader des Schlusslichts ein Stück weit auf.

„Auf der Leistung der zweiten Halbzeit können wir aufbauen“, betont der Teamchef. „So geht es.“ Nicht nachvollziehen kann Henßen allerdings, dass es wieder einmal keine 60 Sekunden gedauert hatte, ehe es im Beecker Kasten einschlug. „Jeder Spieler weiß, was er zu tun hat, und dann passiert genau das, was wir unbedingt vermeiden wollen.“

Und am Dienstag also RWE. Eine Mannschaft, die unter dem Druck ihrer Tradition und den Erwartungen, die auf ihr lasten, offenbar einknickt. Aus dem selbst ernannten Titelkandidaten ist eine Formation geworden, die im Kampf gegen den Abstieg angekommen ist.

Friedel Henßen saß am Freitagabend auf der Tribüne, als die Rot-Weißen gegen Wattenscheid 09 in der Schlussminute per Strafstoß das 2:2 hinnehmen mussten. „Das ist eine Mannschaft, die durch die Bank mit guten Spielern besetzt ist“, weiß der Beecker Teamchef. „Aber sie braucht unbedingt ein Erfolgserlebnis. Wir werden alles tun, damit RWE sich das nicht bei uns holt.“

Schon im Hinspiel war der FCW ein Charaktertest für die Essener. Die Defensive der Beecker stand, und erst nach einem Eckball in der 88. Minute, den Moritz Fritz zum 1:0 nutzte, waren die Gäste geschlagen. Die Grundformation, für die sich Teamchef Friedel Henßen und Trainer Dirk Ruhrig am 4. September entschieden hatten, wird es am Dienstag nicht geben. Aus dem 5-4-1 ist ein 4-4-2 geworden.

Einer aus der Beecker Mannschaft des Hinspiels hat die Seiten gewechselt. Stefan Thelen ist seit der Winterpause ein Essener. Gegen Wattenscheid hatte er nicht einmal im Kader Platz gefunden.

Personell gibt es im Waldstadion wenig Neues. Sebastian Wilms hat seine Gelbsperre abgesessen. Patrick Ajani ist noch für ein Spiel gesperrt, und Thomas Lambertz fehlt wegen der Muskelzerrung, die er sich gegen Borussia Mönchengladbach II zugezogen hatte. „Für ihn ist es noch zu früh“, berichtet Henßen. Dominik Bischoff wird — wie in Velbert — auf der Bank sitzen, weil seine Probleme im Fuß noch keinen Einsatz über 90 Minuten zulassen. Danny Richter zwickt es zwar im Knie, aber er kann wohl spielen.

Für die personelle Kontinuität ist also gesorgt. Nun soll es auch mit den erfreulicheren Ergebnissen klappen.