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Düren: Evivos großer Kampf wird nicht belohnt

Düren : Evivos großer Kampf wird nicht belohnt

Sie kämpften, zeigten Herz, eine tolle Moral und standen nach über zwei Stunden doch mit leeren Händen da: Zum Auftakt der Rückrunde in der Volleyball-Champions-League verlor Evivo Düren am Donnerstagabend mit dem letzten Aufgebot gegen den spanischen Meister Portol Drac Palma de Mallorca mit 2:3 (25:19, 23:25, 25:23, 25:27 und 15:11).

Die Chancen der Dürener auf das Erreichen der Play-offs sind damit auf ein Minimum gesunken.

Rund 1600 Zuschauer in der Arena erlebten zu Beginn hoch konzentrierte Dürener, die mit dem Rücken zur Wand den spanischen Meister mit starken Aufschlägen unter Druck setzten. Von der Annahmeherrlichkeit der Mallorquiner, die noch im Hinspiel vor zwei Wochen der Schlüssel zum glatten 3:1-Sieg war, keine Spur mehr.

Die Gäste leisteten sich vielmehr technische Fehler, und ihr Star Guillermo Falasca scheiterte gleich mehrfach am Dürener Block. Vor allem Kenneth Blanca konnte Akzente setzen. Auch im Angriff immer wieder gute Dürener Aktionen - über Quero, aber auch über Elsner und Dick, denen die grippebedingte Trainingspause kaum anzumerken war.

Nach dem Gewinn des ersten Satzes witterten die Fans bereits eine Überraschung, doch die Spanier kamen zurück ins Spiel, hatten nun ihrerseits in 1:1-Situationen öfter die Nase vorn. Als Heriberto Quero zwischenzeitlich schwächelte, griff Evivo-Coach Mirko Culic in die Trickkiste, brachte beim Stand von 14:15 seinen zweiten Zuspieler Björn-Arne Alber, der prompt für den Ausgleich sorgte. Den Satz sicherten sich trotzdem die Spanier, die mit einem stärker werdenden Falasca auch im dritten Durchgang in Führung gingen.

Doch das letzte Dürener Aufgebot kämpfte weiter. Angefeuert von einem frenetischen Publikum glichen sie aus. Als Guillermo Falasca beim Stand von 16:16 zum wiederholten Mal beim Aufschlag im Aus stand, gab der Linienrichter Punkt für Düren. Der sonst so besonnene Stephane Antiga rastete aus, sah Gelb und später Rot und muss den Rest des Satzes pausieren. Düren führt 20:16 und gewinnt den dritten Satz.

Dramatik pur auch in Durchgang 4:. Evivo-Kapitän Sven Anton und Heriberto Quero rissen das Team mit, boten den Gästen Paroli, die aber zwei Matchbälle abwehrten und sich in den Tie-Break retteten. Am Ende fehlte den Dürenern die Kraft, die Sensation blieb aus und die alles andere als überzeugenden Spanier lagen sich jubelnd in den Armen.