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Moers/Düren: Evivo patzt wieder beim Angstgegner Moers

Moers/Düren : Evivo patzt wieder beim Angstgegner Moers

Volleyball-Bundesligist Evivo Düren kann bei seinem Angstgegner Moerser SC einfach nicht gewinnen. Trotz einer 2:0-Satzführung unterlag der Vizemeister am Mittwochabend 2:3 (25:19, 29:27, 28:30, 15:25 und 12:15) und büßte somit seine alleinige Tabellenführung vor dem VfB Friedrichshafen ein - nach dem DVV-Pokal-Aus Mitte Dezember die zweite bittere Pille für die Dürener am Niederrhein.

Auch ohne den etatmäßigen Zuspieler Ilja Wiederschein und ohne Libero Till Lieber begann Evivo konzentriert. Dank eines starken Heriberto Quero und etlichen Aufschlagfehlern der Gastgeber bauten die Gäste im ersten Satz die Führung kontinuierlich aus. Mit dem Satzgewinn im Rücken starteten die Dürener durch, lagen schnell auch im zweiten Durchgang mit 16:12 und 20:16 in Führung, ehe es spannend wurde.

Plötzlich wurden Erinnerungen an das Pokal-Viertelfinale wach. Evivo leistete sich unerklärlich viele leichte Fehler, der MSC kam Punkt für Punkt heran und glich aus. Es ging in die Verlängerung, in der Ersatz-Spielmacher Björn-Arne Alber Mut zum Risiko bewies und mit den vom MSC gefürchteten Schnellangriffen über Holschen und Blanca in der Mitte zum Erfolg kam. Schließlich war es einmal mehr Quero, der die Zitterpartie beendete.

Doch damit war die Dürener Herrlichkeit vorbei. Während sich MSC-Star Georg Grozer jun. wie so oft in der Vergangenheit gegen Evivo in einen wahren Rausch spielte, baute der Vizemeister in allen Bereichen ab.

lDie Annahme begann zu schwächeln, Zuspieler Björn-Arne Alber musste immer weitere Wege gehen, so dass im Dürener Angriff immer weniger zusammenlief. Evivo-Coach Mirko Culic versuchte den so wichtigen Auswärtssieg zwar noch zu retten, wechselte, brachte sogar seinen dritten Zuspieler, Nachwuchsmann Tobias Neumann, konnte den einmal in Fahrt geratenen MSC-Zug aber nicht mehr stoppen.