Düren: Evivo: Michael Mücke und die ehrgeizigen Ziele

Düren: Evivo: Michael Mücke und die ehrgeizigen Ziele

Es gibt gleich ein zweifaches Wiedersehen am Sonntag in Haching. Zum einen trifft Generalis Diagonalangreifer Christian Dünnes auf seine alten (Mannschafts-)Kameraden von Evivo Düren. Obwohl: „Es sind nur noch wenige Spieler im Kader, mit denen ich gemeinsam auf dem Feld stand”, sagte Dünnes.

Zum anderen aber werden sich zwei alte Bekannte aus Chile die Hände schütteln. Hachings Co-Trainer Berti Golf war 2000 Trainer beim chilenischen Verein Club Deportivo Manquehe Chile, als dieser mit Dürens Diagonalangreifer Sebastian Gevert chilenischer Meister wurde.

Vor Gevert, der mit seinen erzielten Punkte pro Satz zu den besten Angreifern der höchsten deutschen Volleyball-Liga zählte, und vor seinem Mannschaftskameraden Blair Bann haben die Hachinger, so scheint es, besonderen Respekt. Die beiden Dürener Neuzugänge werden in der Pressemitteilung des deutschen Vizemeister als die Evivo-Aktiven aufgeführt, die dem Dürener Spiel bisher dem Stempel aufdrückten.

Der Respekt vor dem Gegner ist natürlich auch auf Dürener Seite vorhanden. Und das liegt nicht nur daran, dass Haching eins der drei Schwergewichte im bundesrepublikanischen Volleyball ist, das um die deutsche Meisterschaft kämpft. Nein, Michael Mücke, Dürens Coach, erwartet, dass jeder Gegner, unabhängig von seiner Stärke, respektiert wird. Der Respekt vor Haching ist aber auch aus dem Grund hoch, weil „Generali ein Gegner ist, an dem wir wachsen können”, wie Dürens Coach sagt.

Da es beim Volleyball kein Unentschieden gibt, sondern nur Sieg oder Niederlage, haben sich die Gäste aus dem Rheinland vor den Toren Münchens hohe Ziele gesetzt. Sie werden mit derselben Einstellung das Spiel bestreiten wollen, mit der sie die Berlin Recycling Volleys an den Rand der Niederlage brachten. Und diese Einstellung dürfte dazu führen, dass die Hausherren auch zu großer Form auflaufen müssen, um Evivo in die Schranken zu weisen. Und wenn die Hachinger alles geben müssen, um Evivo zu besiegen, sind Mückes Mannen in ihrer Entwicklung wieder ein ganzes Stück weitergekommen.

Der beste Block

Dürens Volleyballern, in den vergangenen Tagen von Magen-Darm-Problemen und Grippe geplagt, steht jedenfalls ein Team gegenüber, von dem Michael Mücke sagt: „Sie sind in jedem Mannschaftsteil stark besetzt.” So kehrte der exzellente Zuspieler Patrick Steuerwald zu Generali zurück. Die Neuzugänge Matias Raymaekers und Konstantin Shumov bilden den aktuell besten Mittelblock der Liga. Doch auch diese Männer sind zu überwinden. Beispielsweise mit schnellen Angriffen über die Mitte. Voraussetzung ist aber, dass die Annahme wieder steht. Doch in diesem Punkt braucht sich Michael Mücke wohl kaum Gedanken zu machen.

Und so sagt der Coach abschließend: „Wir werden einfach unser Bestes geben und dann schauen, welches Ergebnis wir erzielen können.” Gegen 18 Uhr dürfte dieses feststehen.

Der Gastgeber muss den Hebel umlegen:

Hebel umlegen auf die Bundesliga heißt es am Sonntag für die Mannschaft von Trainer Mihai Paduretu, für Generali Haching.

Nach der erwarteten Niederlage in der Champions League gegen Macerata steht der Tabellenzweite angesichts der Ergebnisse der Rheinländer in dieser Saison vor keiner leichten Aufgabe, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

„Die Spiele gegen Macerata und Düren sind nicht vergleichbar”, findet Mihai Paduretu. „Aber es wird auf jeden Fall eine schwere Partie, da Düren zur Zeit gut in Schuss ist. Wir werden uns gut vorbereiten, denn wir wollen und brauchen die zwei Punkte.”

Kopfzerbrechen bereitet ihm dabei besonders der eigene Kader. Tom Strohbach, Simon Hirsch und Brano Skladany werden wohl erneut ausfallen, Matias Raymaekers, der mit Konstantin Shumov den stärksten Mittelblock der Liga bildet, Roy Friedrich und Christian Dünnes werden wohl auf die Zähne beißen müssen.

Anpfiff ist um 16 Uhr. Das Pflichtspiel wird über die Homepage der Deutschen Volleyball-Liga übertragen.

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