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Düren: Evivo Düren schmettert sich ins Finale

Düren : Evivo Düren schmettert sich ins Finale

Der Traum von Sven Anton ist in Erfüllung gegangen: Evivo Dürens (dienst-)ältester Spieler und Mannschaftskapitän steht mit seinem Team im Finale des Volleyball-Pokals. Am Samstagabend besiegte der dreifache Vizemeister in der Arena Kreis Düren im Halbfinale die SG Eschenbacher Eltmann vor 1400 begeisterten Zuschauern 3:0 (25:21, 25:15, 25:20).

Am Sonntag, 9. März, trifft Evivo nun im Gerry-Weber-Stadion im westfälischen Halle auf den VfB Friedrichshafen. Die Häfler bezwangen in Berlin den SC Charlottenburg mit 3:1.

Dass Dürens Coach Mirko Culic die Startformation durchspielen ließ und so Sven Anton nicht zum Einsatz kam, focht den Routinier nicht an: „Hauptsache, wir haben das Finale erreicht.” Und schon dachte der 37-Jährige an den Gegner: „Wir haben drei Jahre gesagt, wenn wir den VfB in einem Endspiel schlagen wollen, dann geht das am ehesten an einem neutralen Ort. Jetzt sind wir in dieser Situation.”

Im ersten Satz musste Düren Eltmanns Widerstand in der Endphase brechen. Zwar führte der Gastgeber bei der ersten technischen Auszeit 8:6, doch dann machte die SG vier Punkte in Folge. Culic sah sich zu einer Auszeit gezwungen. Trotzdem lief Evivo bis zu Max Günthörs Block zum Ausgleich und Jan Umlaufts Punkt zum 18:17 immer einem Rückstand hinterher. Düren demonstrierte weiter Stärke: Es machte den Sack zu, knickte nicht ein, wie noch gegen Moers in der Meisterschaft, sondern knüpfte nahtlos an die starke Vorstellung beim Challenge-Cup-Rückspiel in Beauvais an.

Den zweiten Satz gewannen praktisch Dürens Mittelblocker Vladimir Rakic mit seinen Flatteraufschlägen und Max Günthör mit spektakulären Blocks in wichtigen Satzphasen. Mit seinen Aufgaben ließ Rakic die Annahme der Eltmänner schlecht aussehen. Nachdem Max Günthör mit zwei Blocks Evivo 8:4 in Führung gebracht hatte, machte Rakic ernst. Auch in der Endphase des Abschnitts sorgte das Duo in Verbindung mit Heriberto Queros und Tim Elsners Angriffen für Unruhe bei den Gästen. Dürens souveränes 25:15 vor der zehnminütigen Pause war die Folge.

Eltmann war aber nicht gewillt, in drei Sätzen zu verlieren. Ausgeglichen verlief die Partie in Abschnitt 3 bis zur ersten technischen Auszeit. Dann brachen die Gastgeber den Widerstand, zogen unaufhaltsam auf 24:15 davon. Den 25. Punkt sparten sie sich aber noch für ein paar Minuten auf. Eltmann kam auch 24:20 heran, schlug dann aber einen Angriff ins Aus.

Es folgte Dürener Glückseligkeit. Fans und Spieler feierten. Coach Mirko Culic genoss kurz den Triumph, dachte dann aber weiter: „Halle und der VfB sind noch so weit. Wir müssen schauen, dass wir die dritte Pause in dieser Saison vernünftig überbrücken. Das ist jetzt vor allem meine Aufgabe.” Denn das nächste Spiel bestreitet Evivo erst Mitte Januar.