Aachen: Es wird enger für Blau-Weiss: Niederlage gegen Mannheim

Aachen: Es wird enger für Blau-Weiss: Niederlage gegen Mannheim

Weil der Konjunktiv nicht unbedingt etwas mit dem „richtigen Leben“ zu tun hat, nutzte das Kompliment nichts, das ein Teammitglied des TK Mannheim Alex Jakubec machte. Die Mannschaft aus Baden-Württemberg war am siebten Spieltag zu Gast beim Aufsteiger am Luxemburger Ring und nahm ein 5:1 mit nach Hause.

„Das hätte auch anders ausgehen können, haben uns die Gäste bestätigt“, war Jakubec, der Aachener Coach, doch etwas enttäuscht, konnte aber keinem seiner Spieler einen Vorwurf machen.

„Anders“ hätte es ausgehen können, wenn Aachens belgische Nummer 1 Ruben Bemelmans gegen den Österreicher Gerald Melzer in einem hochklassigen, spannenden Duell der Linkshänder jenes Quäntchen Glück mehr gehabt hätte als sein Gegner. Auf dem zweiten Court spielten parallel Yannik Reuter und Martin Fischer gegeneinander. Reuter, erst am Samstag beim Challenger in Den Haag im Halbfinale ausgeschieden, sorgte mit seinem 6:2, 7:6 (7:4) nach zwei verlorenen Partien von Yannick Mertens und Niels Desein für den 1:2-Anschlusspunkt in den Einzeln.

Als Reuter seine einmal mehr überzeugende Arbeit beendet hatte, die zurzeit auch deshalb so gut funktioniert, „weil ich im Spiel auch dann viel ruhiger geworden bin, nachdem ich Fehler gemacht habe“, begann zwischen Bemelmans und Melzer der Champions Tiebreak. Den ersten Satz holte der Belgier mit 6:4 für Blau-Weiss. Im zweiten Durchgang gelang ihm ein schnelles Break zum 1:0, das Melzer zum 2:2 konterte, ehe der eine weitere Breakchance zum 5:3 nutzte.

Bemelmans schaffte es dann bei Aufschlag Melzer trotz einer 40:15-Führung nicht, sich dieses Break zurückzuholen, verlor 3:6. Schließlich traf er im anschließenden Champions Tiebreak am Ende zwei falsche Return-Entscheidungen, die der Österreicher nutzte und das bessere Ende für sich hatte — 10:7. Statt 2:2 nach den Einzeln führte Mannheim mit 3:1.

„Hätten wir ausgeglichen, wären die Doppel höchstwahrscheinlich anders gelaufen“, mutmaßte Jakubec. Die gingen dann beide an die Gäste. Dabei lieferten sich vor allem Yannik Reuter und Sander Gille gegen Andreas Beck und Martin Fischer ein ganz enges Duell. Aber auch hier lag das Glück aufseiten des Gäste-Duos, das 6:3 und 7:6 (7:2) gewann. Reuter, der ab dem kommenden Wochenende ein Turnier in der Slowakei spielt und Blau-Weiss so in Halle nicht zur Verfügung steht, sagte: „Obwohl es enger wird, glaube ich an unseren Klassenerhalt.“

„Wir waren nah dran, zumindest den einen erhofften Punkt zu holen, es waren hochklassige Spiele. Aber Mannheim hat in den entscheidenden Phasen mehr Glück gehabt“, fasst Jakubec leicht zerknirscht zusammen. Und er sagte: „Wir kämpfen weiter und versuchen alles.“ Blau-Weiss fiel in der Tabelle um einen auf den achten Platz zurück.

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