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Kommentar zu Dirk Nowitzki: Eine Ausnahmeerscheinung

Kommentar zu Dirk Nowitzki : Eine Ausnahmeerscheinung

Es sind nicht allein die Statistiken und Erfolge, die Dirk Nowitzki zu einem außergewöhnlichen Sportler machen. Es sind vor allem die Begleitumstände seiner Karriere, die den NBA-Titel 2011 und seinen Platz unter den besten Zehn in der ewigen Punkterangliste der nordamerikanischen Basketball-Liga zu etwas ganz Besonderem machen.

Sein Team, die Dallas Mavericks, war bei seiner Ankunft 1998 so weit von den Play-offs entfernt wie die Alemannia zurzeit von der Bundesliga. Der Würzburger hätte es sich während seiner Laufbahn mehrmals einfacher machen und zu einem dauerhaften Titelkandidaten wechseln können.

So wie Superstar Kevin Durant, der vor drei Jahren bei den rekordebrechenden Golden State Warriors anheuerte. Doch Nowitzki blieb in Texas. 21 Saisons lang. Auch nach der bitteren 2:4-Niederlage im NBA-Finale 2006 gegen die Miami Heat. Die Finalteilnahme wirkte damals wie eine einmalige vergebene Chance. Doch Nowitzki stellte sich der Herausforderung.

Er verzichtete auf ein höheres Gehalt, um ein konkurrenzfähiges Team stellen zu können. Die Belohnung war der Triumph 2011 – gegen die Miami Heat. Mit einer überragenden Nummer 41, die zum wertvollsten Spieler der Finalserie gewählt wurde.

In einer Liga, in der Bescheidenheit und Klubtreue Seltenheitswert haben, bildete der mittlerweile 40-Jährige eine wohlwollende Ausnahme. Diese Charaktereigenschaften, kombiniert mit seinen Erfolgen, haben ihm Respekt eingebracht. In den USA vermutlich noch mehr als hierzulande. Und sie machen den Würzburger zu einem der größten deutschen Sportler aller Zeiten.