Düren: Dürener Powervolleys setzten sich gegen Solingen durch

Düren : Dürener Powervolleys setzten sich gegen Solingen durch

Es war zu erwarten: Die SWD Powervolleys haben am frühen Sonntagabend das Schlusslicht der Liga, die Bergischen Volleys aus Solingen, mit 3:0 besiegt. Die Sätze: 25:20, 25:13, 25:15. Frech, mutig, eifrig in der Feldabwehr, erfolgreich in der Blockarbeit und durchaus variabel im Angriff präsentierte sich auch der Volleyball-Gast am Sonntag beim Vierten.

Der Tabellenletzte legte einen Eifer an den Tag, der jedem Aktiven des Hamburger SV mehr als 24 Stunden zuvor beim 0:6 beim FC Bayern München gut zu Gesicht gestanden hätte.

Allerdings reichte der Einsatz der Gäste nur, um sich den Repekt der Dürener Zuschauer zu verdienen. Den hatten auch die heimischen Spieler dem Gegner bereits vor der Partie entgegengebracht. Diagonalangreifer Marvin Prolingheuer: „Du musst zwar selbstbewusst, aber auch mit großem Respekt in die Partie gegen Solingen gehen. Wenn du Solingen auf die leichte Schulter nimmst, kann das durchaus in die Hose gehen“, sagte der bekennende Fan von Borussia Dortmund angesichts der Niederlage der Schwarz-Gelben gegen Red Bull Salzburg. „Wir waren also sehr fokussiert. Und haben uns deshalb auch klar durchgesetzt.“

Dass sie Volleyball spielen können, zeigten die Gäste im ersten Satz. Die Aktiven aus dem Bergischen Land ließen sich erst während der letzten Ballwechsel abhängen. Selbst Vorsprünge von drei oder vier Punkte irritierten die Gäste vor 1000 Zuschauern nicht. Sie blieben dran. Prolingheuer punktete aber sehr fleißig, immer wieder ob seiner Gefährlichkeit von Zuspieler Stijn d‘Hulst gesucht und gefunden. Nach dem 19:18-Zwischenstand machten die Hausherren ernst: 25:21 und 1:0 nach Sätzen.

Die Gäste mit dem Ex-Dürener Ossi Pumpunen waren aber nicht beeindruckt. Sie gingen im zweiten Abschnitt 3:0 in Führung. Die Freude auch ihrer wenigen Anhänger, die den Weg in die Arena angetreten hatten, währte aber nicht lange. Denn Romans Sauss, schließlich zum wertvollsten Spieler gekürt, schritt nach Dürens erstem Punkt zum Aufschlag und demonstrierte seine Klasse auch in diesem Volleyballelement.

Die Solinger Annahme wackelte entweder oder Sauss ignorierte sie per Ass gänzlich. Die Gastgeber versprühten nun Spielwitz auch ob ihrer individuellen Überlegenheit. Und Solingen half aller Einsatz nichts mehr. Punkt für Punkt baute Düren den Vorsprung aus. Am Ende des Abschnittes stand in weißen Buchstaben ein deutliches 25:13 auf der schwarzen Anzeigentafel.Da kam den Bergischen die zehnminütige Pause gerade recht, um sich neu zu sortieren.

Es half aber wieder nicht viel. Im Kampf gegen den Abstieg ¬ das Team liegt nur zwei Punkte hinter Dürens nächstem Gegner TV Rottenburg — ließ der Eifer der Gäste zwar nicht nach, aber nur noch selten hatten sie den Hausherren in Block oder Feldabwehr beispielsweise etwas entgegenzusetzen.

Um im Dreikampf mit der SVG Lüneburg und Hypo Tirol Alpen Volleys aus Innsbruck und Unterhaching um den vierten Platz — letztere siegten in der Heide 3:2 — letztlich der lachende Dritte zu sein, musste Dürens Coach Stefan Falter auch im dritten Satz auf seine aktuell stärkste Formation setzen.

Spieler, die er hätte einwechseln können, standen bis auf Diagonalangreifer Eddy Buivids zwar bereit, aber die meisten plagten sich mit Beschwerden herum, waren nach einem Infekt gerade erst wieder im Training oder hätten wie Routinier Dirk Westphal nur eingeschränkt agieren können: Er hätte nach seiner Daumen-Operation höchstens als Annahmespieler zum Einsatz gekommen, angreifen oder gar blocken wäre noch zu gefährlich gewesen.

Die Gastgeber spulten weiter ihr Pensum runter, nach insgesamt 55 Minuten hatten sie ob des 25:15 auch den dritten Satz gewonnen, die Anwartschaft auf Platz 4 unterstrichen. Und Trainer Stefan Falter bilanzierte: „Wir haben in dieser Partie nicht auf Ergebnis gespielt, sondern weiter an den Automatismen gearbeitet.“

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