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Aachen: Drei Monate Sperre nach Angriff auf den Schiedsrichter

Aachen : Drei Monate Sperre nach Angriff auf den Schiedsrichter

Drei Monate Sperre verhängte die Spruchkammer des Fußballkreises Aachen unter Vorsitz von Günter Ortmanns gegen einen Spieler des Fußball-D-Ligisten Columbia Stolberg wegen „grober Unsportlichkeit und grober Beleidigung dem Schiedsrichter gegenüber“.

Was war passiert? Das Spiel der Kreisliga D, Staffel 4, zwischen Fortuna Weisweiler II und Columbia Stolberg II war beim Spielstand von 2:2 in der 84. Minute von Schiedsrichter Swen P. abgebrochen worden. Zunächst sei es nach einem Foul zu einer Auseinandersetzung zwischen den beteiligten Spielern gekommen.

Der Gefoulte Caner T. habe seinen Gegenspieler in der 70. Minute beschimpft. Der beschimpfte Weisweiler Spieler Uthai K. habe daraufhin seinen Arm erhoben, um zu einem Schlag Richtung Kopf des Gegners anzusetzen. Mitspieler verhinderten dies aber.

Nach 84 Minuten stellte der Schiedsrichter Stolbergs Torwart mit Gelb-Rot vom Platz. Dies habe Stolbergs Akteur Bruno G. dann zum Anlass genommen, „den Schiedsrichter zu beleidigen und anzugreifen, so dass dieser zu Fall kam“.

Einen Angriff bestritt Bruno G.: Er habe den Schiedsrichter von der Seite an die Schulter gefasst, sagte er, um nach dem Grund für den Platzverweis zu fragen. Entscheidend für die Spruchkammer war aber, dass der Stolberger den Schiedsrichter angefasst hat, was schon ein Vergehen bedeute. Die Beleidigung des Schiedsrichters gab G. schließlich zu. Die Kammer sperrte ihn für drei Monate.

Caner T. wurde wegen „grober Beleidigung seines Gegenspielers“ für drei Wochen gesperrt, Uthai K. wegen „grober Unsportlichkeit und grober Beleidigung“ mit einer Sperre von vier Wochen belegt. Das Spiel wurde mit 2:0 für Fortuna Weisweiler II gewertet, Columbia Stolberg muss wegen verursachten Spielabbruchs 100 Euro zahlen, die Verhandlungs- und Schiedsrichterkosten (120 Euro) muss Weisweiler zu 25 Prozent, Stolberg zu 75 Prozent tragen.

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