Aachen: Domspringen mit Teilnehmerfeld der Extraklasse

Aachen: Domspringen mit Teilnehmerfeld der Extraklasse

Anfang der Woche hat Wout van Wengerden es sich noch einmal angesehen: das Foto, das kurz vor dem größten Sprung seiner Karriere aufgenommen wurde. „6000 Menschen haben im Rhythmus geklatscht und mich über die Latte gepeitscht. Ich bekomme heute noch eine Gänsehaut, wenn ich nur daran denke”, erinnert sich der Niederländer an seinen letzten Versuch über 5,55 Meter beim fünften Domspringen auf dem Katschhof.

Der Sieg ging 2009 zwar an Björn Otto, der die Bestmarke auf 5,75 Meter hochschraubte. An der Feierstimmung des neuen Publikumslieblings änderte das jedoch nichts.

„Das Domspringen ist wie eine große Stabhochsprungparty. Nirgendwo ist das Publikum so nah dran, man muss einfach sein Bestes geben. Für einen Springer gibt es nichts Größeres”, freut sich der 23-Jährige auf das außergewöhnliche Spektakel zwischen Dom und Rathaus am 1. September.

Die Zusage der deutschen Top 3- Athleten Raphael Holzdeppe, Malte Mohr (Platz 2 und 3 in Europa) und Tobias Scherbarth hat Veranstalter Michael Leers bereits in der Tasche, „die Verhandlungen mit Vize-Weltmeister Romain Mesnil und dem Amerikaner Brad Walker stehen kurz vor dem Abschluss”, verrät der Vorsitzende der Leichtathletikabteilung von Alemannia Aachen.

Das Starterpuzzle wird sich nach der Leichtathletik-EM in Barcelona vervollständigen lassen. „Ich bin mir sicher, dass wir erneut ein Teilnehmerfeld der Extraklasse präsentieren werden”, kündigt Organisator Michael Mronz an. Während Tim Lobinger seit Jahren zum „Inventar” gehört, steht hinter der Teilnahme von Vorjahressieger Björn Otto noch ein Fragezeichen: Nur wenn die Formkurve in den nächsten Wochen nach oben zeigt, startet das deutsche Aushängeschild.

Einen Monat vor dem Domspringen wird Wout van Wengerden sein „spezielles Training” aufnehmen. Und vielleicht gibt es ja am Ende ein neues Foto - und eine neue persönliche Bestleistung.

Mehr von Aachener Zeitung