Düren: Die Powervolleys wollen eine Trotzreaktion zeigen

Düren : Die Powervolleys wollen eine Trotzreaktion zeigen

Eine Trotzreaktion ist angesagt. Die SWD Powervolleys wollen am Sonntag unter Beweis stellen, dass die doch heftige Niederlage bei den Hypo Tirol Alpen Volleys aus Innsbruck und Haching ein Ausrutscher war.

Das 1:3 nach dem 3:1 im Hinspiel des Play-off-Viertelfinals haben Trainer und Spieler abgehakt, wollen am Sonntag ab 14.30 Uhr in der Arena Kreis Düren im entscheidenden dritten Spiel den Einzug in das Halbfinale perfekt machen. An ein Ausscheiden denken die Dürener nicht.

„Wir haben einfach in Innsbruck nicht zu unserem Spiel gefunden“, sagte Dürens Diagonalangreifer Marvin Prolingheuer. „Wir wollten dominant auftreten, wollten das Spiel vom ersten Aufschlag an unter unsere Kontrolle bringen, aber das ist uns nicht gelungen.“

Schwamm drüber, denn: „Beim ersten Training am Dienstag war bei jedem unserer Spieler das Feuer der Trotzreaktion in den Augen zu sehen“, gab der 2,10 Meter große Diagonalangreifer seinen Eindruck über die Stimmungslage im Kader der Rheinländer wieder.

Mit dem Heimvorteil und der Unterstützung der Fans im Rücken will sich der Tabellenvierte der Hauptrunde gegen den Tabellenfünften final durchsetzen. Und auf dem Weg in das Halbfinale einerseits die Fehler von Innsbruck vermeiden und andererseits die Heimstärken voll zur Geltung bringen.

Falsch gemacht

„Wir haben in Innsbruck individualtaktisch im Angriff sehr viel falsch gemacht“, bemängelte Coach Stefan Falter. Der Trainer aus Schmidt sagt aber auch: „Das wird uns nicht zweimal passieren. Das vermeintliche Erfolgsrezept für den morgigen Spieltag: „Kraftvoll durchziehen und geschickt mit dem Gegner spielen.“

Dies gelang in der Tiroler Metropole weniger den Gästen als vielmehr der österreichisch-deutschen Formation und speziell ihrem Außenangreifer Rudy Verhoeff. Der Kanadier, der zwei Spielzeiten für die Dürener schmetterte, war nicht zu stoppen: „Rudy hat die Partie seines Lebens gemacht. So gut habe ich ihn noch nie gesehen“, lobte Prolingheuer seinen ehemaligen Mannschaftskameraden. Bleibt abzuwarten, ob Verhoeff wieder so auftrumpfen kann.

Das dürfte auch von den Lösungen abhängen, die Düren ersonnen hat und in der Arena durchsetzen will. „Wir müssen einfach unser Spiel machen“, meinten Prolingheuer und Stefan Falter. Will beispielsweise heißen: Die Aufschläge müssen so wirkungsvoll sein, dass der gegnerische Zuspieler im Angriff nicht alle Optionen hat. Im Hinspiel waren sie so gut, dass unter anderem Annahmespieler Igor Grobelny, immerhin einer der besten Außenangreifer der Liga, im Verlauf der Partie immer mehr abbaute und sich die Zahl seiner Fehler im Angriff häufte. Dürens Block- und Feldabwehr entschärften seine Punktversuche immer mehr.

Bleibt jetzt nur noch der Fakt, dass die Deutsche Volleyball-Liga die Partie kurzfristig auf 14.30 Uhr vorverlegt hat. „Ach“, sagte Marvin Prolingheuer, „gegen die United Volleys haben wir erst gewonnen, als wir das erste Mal um 14.30 Uhr gegen sie spielten. Das ist halt unsere Zeit.“