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Düren: Die beiden Svens machen für Düren das Spiel

Düren : Die beiden Svens machen für Düren das Spiel

Zweites Spiel, zweiter Sieg! Volleyball-Bundesligist Evivo Düren startet optimal in die Saison. Danach sah es zu Spielbeginn allerdings nicht aus.

Bad Saulgau entpuppte sich bei Dürens 3:1-Sieg (21:25, 25:18, 25:22, 25:22) als ernsthafter Play-off-Konkurrent.

„Wir wollten die Punkte von hier mitnehmen”, grollte Saulgaus Trainer Burkhard Sude nach Spielende. Und darüber lachte im Dürener Lager niemand. „Ich bin heilfroh, dass wir gewonnen haben. Sude hat eine kompakte Mannschaft geformt”, so Dürens Trainer Bernd Werscheck.

Die entscheidenden Vorteile seines Teams sah er im Angriff, vor allem dank der Namensbrüder Sven Anton und Sven Dick. Dick - vom Trainer seit jeher „Mister Zuverlässig” genannt - war am Ende des ersten Satzes für Martin Bulst ins Spiel gekommen.

Saulgaus Satzgewinn konnte er nicht mehr verhindern. Mit einer Aufschlagserie zum 10:4 im zweiten Satz leitete er aber die Wende ein. Denn nun nahm der „Evivo-Express” Fahrt auf. Über 16:7 und 23:14 setzte sich Düren deutlich ab. „Düren gelang alles und uns nichts mehr”, konnte sich Sude den Bruch im Spiel nicht erklären.

Düren dominierte zunächst auch den dritten Satz bis zum 6:2. Sude nahm eine Auszeit, die wirkte: 10:10. Vor allem Zuspieler James MacKay narrte Dürens Blockspieler und Feldabwehr häufig mit der Variante „Eigenangriff statt Zuspiel”. Eine unglückliche Aktion leitete schließlich Dürens Satzgewinn ein.

Neuzugang Heriberto Quero kugelte mit einem Schmetterschlag Saulgaus Blockspieler Toralf Zumach einen Finger aus. Hektik bei den Gästen - die sich hinterher unzufrieden über die ärztliche Erstversorgung ihres Spielers zeigten -, und Düren setzte sich vorentscheidend auf 18:13 ab.

Wenn die 800 Zuschauer nun damit gerechnet hatten, dass sich die Gäste im vierten Satz ihrem Schicksal ergeben würden, sahen sie sich getäuscht. Sude wurde am Spielfeldrand laut, und Saulgau machte aus einem 7:11 ein 16:15. Jetzt war Feuer auf dem Feld. MacKay schlug Anton im Block an. Oder nicht? Anton protestierte, die Linienrichter waren uneins, der Schiedsrichter verwirrt. Entschied erst für die Gäste, dann für Düren und revidierte seinen Pfiff erneut. Anton gelang ein As zum 20:20-Ausgleich.

Heriberto Quero bereitete mit Block und zwei knallharten Schmetterschlägen das Finale vor: 23:20. Saulgau holte auf, aber musste erneut Quero zum Matchball passieren lassen.