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Aachen: Der perfekte Tag des „Hansi“ Dreher

Aachen : Der perfekte Tag des „Hansi“ Dreher

Das war schon mal keine schlechte Voraussetzung für einen gelungenen Tag. „Ich habe mit meiner Frau gefrühstückt, ich war entspannt und gut drauf.“ Am Ende dieses Samstags hatte Hans-Dieter „Hansi“ Dreher zwei Springen gewonnen: zunächst auf Quiwi Dream das Finale des Sparkassen-Youngster-Cup, dann auf Embassy II den Preis der AachenMünchener.

Dreher, der Aufsteiger unter den deutschen Springreitern, erhöhte damit die Zahl seiner Siege diese Woche in der Soers auf drei.

Hans-Dieter Dreher hat den Preis der AachenMünchner gewonnen.
Hans-Dieter Dreher hat den Preis der AachenMünchner gewonnen. Foto: Thomas Rubel

Elf von 32 Paaren hatten sich fehlerfrei für die Siegerrunde der Prüfung am Nachmittag qualifiziert. Nach sieben Startern lag der niederländische Nationenpreis-Sieger Gerco Schröder auf New Orleans, erneut ohne Abwurf, in 49,76 Sekunden vorne. Doch dann kam Dreher. „Um in Aachen zu gewinnen, musst du immer volle Pulle gehen. Die anderen schlafen ja auch nicht — und hinter mir klamen noch drei Schnelle.“ Der Eimeldinger drückte auf die Tube, nahm nur ein Mal kurz etwas Speed heraus und brummte Schröder satte drei Sekunden auf. Das Publikum war aus dem Häuschen und feierte Dreher erst recht, als der Sieg feststand. Weder der Ire Shane Breen auf Cos I Can (0/47,83) noch die Französin Pénélope Leprevost auf Dame Blanche van Arenberg (4/48,21) und auch nicht die Portugiesin Luciana Diniz mit Winningmood (0/46,90) konnten am Erfolg des Deutschen noch was ändern.

Diniz und ihre Amazonen-Kolleginnen mussten sich am Abend dann auch beim „Best of Champions“ im „Kampf der Geschlechter“ geschlagen geben. Das spektakuläre neue Format hatte der Männer-Mannschaft nach der ersten Runde, in der jeder Starter zunächst alleine unterwegs war, fünf Fehlerpunkte und damit fünf Sekunden Rückstand auf die Damen eingebracht. In der zweiten Runde, die nach Staffel-Manier ausgetragen wurde, holte das „starke Geschlecht“ Sekunde um Sekunde auf. Am Ende fing Christian Ahlmann die US-Amerikanerin Beezie Madden knapp ab.

(sch)