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Düren: Der Meister wankt, aber er fällt nicht

Düren : Der Meister wankt, aber er fällt nicht

Der Meister wankte, aber die Berlin Recycling Volleys fielen nicht. Und deshalb stellte Michael Mücke, der Trainer des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren, nach der 2:3-Niederlage seines Teams nüchtern fest: „Wir haben eben gegen den Deutschen Meister und nach wie vor ungeschlagenen Tabellenführer verloren.”

Die 2050 Zuschauer in der Arena Kreis Düren teilten nach dem 20:25, 25:21, 30:28, 20:25 und 9:15 Mückes Meinung und honorierten die Leistung von Mannschaftskapitän Jaromir Zachrich und seinen Kameraden stehend noch mit langem Applaus.

Auch Berlins Coach Mark Lebendew befand: „Düren hat eine sehr gute Mannschaft. Das war ein hartes Stück Arbeit für uns.” Und das gegen eine Dürener Mannschaft, die in den vergangenen Tagen von einem Magen-Darm-Infekt heimgesucht worden war.

Zur Partie: Im ersten Satz wechselte die Führung hin und her, bis die „Berliner Mauer”, der Block, für eine Vorentscheidung sorgte. Satz 2 verlief zunächst ausgeglichen. Dann hämmerte Dürens deutsch-chilenischer Diagonalangreifer Sebastian Gevert zwei Asse ins Berliner Feld, Dürens Block griff zu, und es stand 20:14. Der Satzgewinn war folgerichtig.

Im dritten Abschnitt verspielte Düren zwar eine 16:10-Führung, behielt aber die Nerven: 30:28. Den Unterschied machte Sebastian Kühner. Der Berliner Steller setzte seine ehemalige Mannschaftskameraden mit starken Aufschlägen und effizientem Zuspiel unter Druck, unterbrach im vierten Abschnitt Dürens Aufholjagd von 12:16 auf 18:18.

Im Tiebreak dominierte der abgeklärte und eingespielte Meister über den Gastgeber. „Schade, wir haben unseren Zuschauern ein sehr gutes emotionales Spiel gezeigt, haben Aufholjagden gestartet und Serien hingelegt. Am Ende hat leider die Routine gewonnen”, fasste Dürens Mittelblocker Georg Klein die 131 Spielminuten zusammen.