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Düren: Der Evivo-Express entgleist gegen den Moerser SC

Düren : Der Evivo-Express entgleist gegen den Moerser SC

Evivo Düren droht das Mittelmaß. Nach den dürftigen Pokal-Auftritten bei Rhein-Ruhr-Volley Bottrop (3:1) und gegen Beauvais Oise (1:3) kassierten Dürens Volleyballer in der Bundesliga gegen den Moerser SC die dritte Saisonniederlage.

Und die fiel mit 0:3 (23:25, 23:25, 21:25) obendrein happig aus. Platz 4 mit 16:4 Punkten ist die Folge - nun hinter dem punktgleichen Erzrivalen vom Niederrhein!

Dabei begann die Partie nach Wunsch. 3:1 führte nach dem ersten Abtasten der Moerser SC. Dank einer fulminanten Aufschlagserie Ilja Wiederscheins lag Evivo bei der 1. Technischen Auszeit aber mit 8:3 in Front. Bei Auszeit zwo führte Düren 16:10. Danach entgleiste aber der Evivo-Express. Über 19:19 zog Moers vorbei bis zum 23:25.

Darf nicht, kann aber passieren. Der Schreck lähmte die Dürener bis weit in den zweiten Satz hinein, aber dann drehte Evivo den Spieß um. Nach langer Moerser Führung lag Düren komfortabel 22:18 und 23:20 vorn. „Aber dann haben wir einfach den Sack nicht zugemacht”, klagte Mittelblocker Max Günthör. „Wir haben nicht mehr aggressiv weiter gespielt, sondern auf Fehler des Gegners gewartet”, analysierte Trainer Mirco Culic.

Ein fataler Irrtum, der sich bei Volleyballern von der Kreisklasse bis in die Bundesliga hinein großer Popularität erfreut. Die Spätschäden erlebte Evivo am Samstagabend. „Wenn man zwei Sätze nach einer Führung so abgibt, dann riecht das nach Niederlage”, so Culic. Und der Geruchssinn täuschte den erfahrenen Coach nicht. Im dritten Durchgang hechelten die Dürener von Beginn an einem Rückstand hinterher.

Hoffnung keimte noch einmal kurz auf, als es gelang, von 13:19 auf 17:19 zu verkürzen. Georg Grozer jun. und der 430-fache niederländische Nationalspieler Guido Görtzen erstickten Dürens Strohfeuer aber abgezockt. Vor allem Grozer hat immens dazugelernt. Mal holt er den Hammer raus, denn lupft er den Ball feinfühlig. Sogar Dürens Libero Till Lieber wirkte manches Mal überrascht.

Ralph Bergmann war es schließlich, der mit einem entspannten Angriffsklaps die Partie beendete. „Ich war richtig schlecht heute”, sagte er selbstkritisch. „Aber dafür hat das Team kompakt gestanden und kaum Fehler gemacht.” Stimmt!