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Berlin: Der CHIO bleibt mindestens bis 2015 in Aachen

Berlin : Der CHIO bleibt mindestens bis 2015 in Aachen

„Die Weltreiterspiele 2006 in Aachen sind in eine Reihe mit der Fußball-WM im gleichen Jahr in Deutschland zu stellen. Man darf ihre Bedeutung nicht unterschätzen, und deshalb habe ich auch sehr gerne die Schirmherrschaft übernommen.”

Bundeskanzler Schröder blickt schon freudig auf das Event vom 20. August bis 3. September 2006 in Aachen voraus.

„Die Bundesregierung unterstützt die WM mit 2,1 Millionen Mark, und ich finde, das ist gut angelegtes Geld.” Bestens aufgelegt und nur noch leicht erkältet, gab sich der Bundeskanzler die Ehre in der Hauptstadt, anlässlich der Feier zum 100, Geburtstag der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Mindestens bis 2015 wird der Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) den bundesdeutschen CHIO ausrichten. Das verkündeten am Dienstag der scheidende FN-Präsident Jürgen Thumann, der das höchste Amt beim Bund der Deutschen Industerie übernimmt, und ALRV-Präsident Klaus Pavel.

„Es gab viele Interessenten, aber aufgrund der großen Erfahrung sowie der Bedeutung des Turniers, haben wir exklusiv mit Aachen verhandelt”, würdigte Thumann die Arbeit des ALRV - auch schon mit Blick in die Zukunft: „Aachen ist auf einem guten Weg, die Weltreiterspiele zu dem Reitsportfest zu machen, das in die Geschichte unserer Sportart eingehen wird. Ich denke, es wird eine WM, wie die Welt sie noch nie gesehen hat.”

„Die Vertragsverlängerung mit der FN ist eine Bestätigung unserer Arbeit”, dankte Pavel und konnte gleichzeitig mit einer weiteren guten Nachricht aufwarten: Mit den ARAG Versicherungen wurde gut eineinhalb Jahre vor der WM der sechste von acht angstrebten Weltpartnern vorgestellt. „Die ARAG als größter Sportversicherer Europas passt hervorragend als Sponsor zu den Weltreiterspielen.”

Weitere positive Meldungen: Bereits 200.000 Tickets sind verkauft, der Neubau der Reitertribüne und der Umbau der Haupttribüne sind in vollem Gange, und an der Geländestrecke wird seit einem Monat gearbeitet. Ein Test findet vom 16. bis 18. September statt, zudem tragen die Distanzreiter die offenen Deutschen Meisterschaften am 11. Juni als WM-Generalprobe in Aachen aus.

Kein Wunder, dass die Weltreiterspiele auch bei der 100-Jahr-Feier im Blickpunkt standen. „Die WM 2006 wird uns den richtigen Schwung geben, und mit diesem Schwung wollen wir in die Zukunft aufbrechen”, so Thumann. „Die Fasizination unseres Sportes ist der Umgang mit einem lebendigen Partner in der Natur. Und so bergen Zucht und Sport ein großes Potenzial für die Zukunft.”

Schröder, dessen Tochter reitet, würdigte vor 400 geladenen Gästen neben der wirtschaftlichen Bedeutung des Reitsports, der Pferdezucht und der sportlichen Erfolgen deutscher Reiter und Fahrern vor allem die soziale Komponente: „Wer damit persönlich befasst ist, weiß, welche Bedeutung der Reitsport und der Umgang mit Pferden für die Erziehung und das Verantwortungsbewusstsein von Kindern hat. Und wie wichtig das Pferd auch in der Arbeit mit Behinderten ist.”

Oder wie es Manfred von Richthofen, Präsident des Deutschen Sportbundes, auf dem Punkt brachte: „Pferdesport tut Deutschland gut.”