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Cristiano Ronaldo will den sechsten Champions-League-Titel

Kommentar zu Cristiano Ronaldo : Der Mann für die sieben Spiele

Juventus Turin ist einer der Topfavoriten auf den Champions-League-Titel, vielleicht sogar der erste Anwärter auf den Sieg in der Königsklasse. Und das nicht nur, weil die „Alte Dame“ in spielerisch und kämpferisch überzeugender Manier das nur auf Verhindern ausgelegte Atlético Madrid mit einem 3:0 im Achtelfinalrückspiel noch rauskegelte.

Sondern auch, weil die Italiener seit dieser Saison den Spieler in ihren Reihen haben, der wie kein anderer in den vergangenen Jahren für Erfolg in diesem Wettbewerb steht: Cristiano Ronaldo.

Man muss es nicht mögen, dass der portugiesische Superstar das Comeback und seinen Hattrick gegen die Spanier in seiner typisch arrogant wirkenden Art mit einem „Eiertanz“ feierte. Man muss allerdings anerkennen, dass CR7 es wie kein anderer versteht, immer wieder bei solchen Alles-oder-nichts-Partien Topleistungen abzuliefern und vorher groß angekündigten Worten auch Taten folgen zu lassen. Sein großer Rivale Lionel Messi mag über das gesamte Fußballjahr gesehen konstanter auf Weltklasse-Niveau spielen. Sechs Meistertitel für den FC Barcelona und nur zwei für Real Madrid während der gemeinsamen Zeit der beiden Superstars in Spanien sprechen eine deutliche Sprache. Auch, weil sich Ronaldo in der Liga häufiger als Messi mal eine schöpferische Auszeit gönnt. Vier Champions-League-Trophäen in den vergangenen fünf Jahren und 63 Tore in 77 K.o.-Partien zeigen aber auch, worauf CR7 seinen Fokus legt: die sieben Spiele bis zum Henkelpott.

Rekordgewinner des 1992/93 eingeführten Wettbewerbs ist der Portugiese bereits. Und die Chancen stehen nicht schlecht, dass er mit einem sechsten Triumph im Sommer endgültig zum Mann für die sieben Spiele wird – inklusive extravagantem Jubel.