Aachen: „Völlig entspannte Lage”: Dietrich Bias hat alles im Griff

Aachen: „Völlig entspannte Lage”: Dietrich Bias hat alles im Griff

„Hier ist die Lage völlig entspannt.” Polizeihauptkommissar Dietrich Bias lehnt sich zurück. Schon zum zehnten Mal ist er als Schutzmann beim CHIO dabei. Er kennt die Menschen, die aufs Turnier gehen. „Da ist wenig Konfliktpotenzial”, schätzt er ein.

Wenn die Polizei eingeschaltet wird, handelt es sich meist um Taschendiebstahl - bis Freitagmittag war allerdings noch kein Fall bekannt geworden. Auch kommen hin und wieder aufgeregte Eltern, die im Gedränge ihr Kind verloren haben, oder ein weinendes Kind sucht seine Eltern. „Das ist schnell geklärt”, sagt Bias.

Aus gutem Grund nennt er keine Zahl über die eingesetzten Kollegen. „Wir sind ausreichend besetzt”, weiß er. Und meint damit nicht nur die Schutzleute, die im Stadionbereich nach dem Rechten sehen, er meint auch die Kollegen draußen, die dafür sorgen, dass der Verkehr rund um die Soers so läuft, wie er laufen soll.

Die hatten am Donnerstagabend alle Hände voll zu tun, als die niederländische Mannschaft den Nationenpreis gewonnen hatte, wollten so gut wie alle schnell nach Hause. Kein Wunder, bei dem nasskalten Wetter. Dennoch dauerte es nur eine Stunde, dann war der Verkehr abgerollt.

Auch als Kind war Bias häufiger auf dem Reitturnier. „Ich habe meine Kindheit in Aachen verbracht”, erzählt der vor 48 Jahren in Linnich geborene Mann, der fast 31 Jahren im Polizeidienst ist. Am Samstag kommen auch seine beiden 16-jährigen Töchter, Zwillinge, häufiger zur Soers.

Morgens um 9 Uhr beginnt seine Tätigkeit in der Soers, „an einigen Tagen müssen wir aber im Zweischichtsystem arbeiten”. Wichtig sei, so der Einsatzabschnittsleiter, den CHIO-Besuchern zu signalisieren: „Wir sind da!” Und ihnen damit zu vermitteln, dass alles gut läuft.

Mehr von Aachener Zeitung