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Aachen: Vierspänner auf „umgedrehtem” Kurs

Aachen : Vierspänner auf „umgedrehtem” Kurs

Die Karten bei der Geländeprüfung für Vierspänner am heutigen Samstag im Soerstal sind völlig neu gemischt. Die Favoriten heißen zwar nach wie vor Sandmann, Chardon, Weinmayr, Dobrovitz, de Ronde, Eriksson, Persson, Jonhnson oder Weber, die Bundestrainer Ewald Meier alle in einem Atemzug nennt. Aber der Kurs dieser 3-Phasen-Prüfung ist mit Ausnahme des letzten Hindernisses („Eifelhof”) „deutlich verändert”, wie Dr. Wolfgang Asendorf sagt. Der Parcourschef hat die Strecke „umgedreht” und damit eine für die Fahrer völlig neue Einteilung kreiert.

Über 8000 Meter misst der höchst anspruchsvolle Kurs, auf dem Asendorf und sein Team den Vierspännern acht mächtige Hinternisse in den Weg gebaut haben. Er ist dritte und schwierigste Phase für die Vierbeiner und ihre Lenker auf den 600 Kilogramm schweren Kutschen aus Vollstahl, nachdem sie 7000 Meter Wegstrecke in frei wählbarer Gangart und weitere 1000 Meter im Schritttempo absolviert haben.

Attraktivste und spektakulärste Eindrücke gewinnt der Zuschauer sicher an Wasser-Hindernis 5, einer einzigartigen Neu-Konstruktion aus mobilen Teilen. „Vergleichbar mit den früheren Metallbaukästen”, so Asendorf, „haben wir völlig variable, bewegliche Elemente verbunden.”

Ein entscheidender Grund: Die Kutschen sind stabil, „Schwachstellen” sind die Pferde. Und da schlägt im Parcours-Chef dann doch das Berufsherz. Tierarzt Asendorf: „Die Pferde gilt es zu schützen. Also ist es besser, dass bei Berührungen immer das Hindernis nachgibt.”