Aachen: Marathon: Eine Gipfelfahrt für Brauchle?

Aachen: Marathon: Eine Gipfelfahrt für Brauchle?

Die Zeichen stehen auf Sturm, die Devise lautet: „Alles geben!“ Es ist bislang nicht gut gelaufen für die deutschen Gespannfahrer beim CHIO. Ob es an der Witterung, am Regen oder an der Atmosphäre gelegen hat: Gerade die Gangart Schritt wollte den Deutschen so gar nicht gelingen.

Auf Rang 5 liegt das deutsche Team derzeit, und es will mindestens in Treppchennähe vorrücken. Auf dem Papier ist das deutsche Team in Topform, der amtierende Marathon-Weltmeister Christoph Sandmann und der Europameister Brauchle allen voran. Die große Hoffnung gründet in der Tatsache, dass die Deutschen traditionell im Marathon sehr stark sind.

Woran das liegt, da ist sich Bundestrainer Karl-Heinz Geiger selbst nicht sicher. „Michael Brauchle hat vielleicht den Vorteil, dass er in der Heimat ein recht bergiges Gelände fürs Training hat. Da kann er seine Pferde konditionell am besten vorbereiten.“ Der Bundestrainer erwartet viel von dem Schwaben, er bekräftigt: „Je schwerer der Marathon, desto besser für Brauchle.“ Während die Hindernisse 2 und 6 wieder für die spektakulären Wasser vorgesehen sind, wird es bei Nummer 3 und 5 technisch höchst anspruchsvoll. „Das fünfte ist noch dazu sehr lang, da ist Konzentration auf Höchstleistung gefragt“, so Geiger. Der Bundestrainer hebt den Top-Zusammenhalt im deutschen Team hervor. „Ich weiß von keinem anderen Team, das gemeinsam das Gelände abgeht. Jeder sagt, welchen Weg er fährt. Da gibt es oft so viele Alternativen, allein siehst du vielleicht gar nicht alle Möglichkeiten. Und der Erste, der am Samstag schon durchs Gelände ist, gibt noch mal Tipps.“

Der Eintritt für die spektakuläre Veranstaltung ist frei.

(ust)
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