1. Sport
  2. CHIO

Aachen: Ein Dank an die ehrenamtlichen Helfer

Aachen : Ein Dank an die ehrenamtlichen Helfer

Ist es ein Virus oder doch ein genetischer „Defekt”? Niemand weiß es so genau, sicher ist nur, wer sich einmal auf dem CHIO Aachen infiziert hat, der kann nicht mehr davon lassen und gibt die Vorliebe an die nächsten Generationen weiter.

Ohne die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter, die Jahr für Jahr helfen, wäre der CHIO gar nicht zu organisieren. Und für dieses Engagement werden sie in diesem Jahr mit dem Preis der Stadt Aachen ausgezeichnet. Stellvertretend für die vielen hilfreichen Hände nehmen Balthasar, Peter und Michael Ketteniss den Ehrenpreis entgegen.

„2003 bin ich für 50 Turniere ausgezeichnet worden”, erinnert sich Balthasar Ketteniss (77), seine beiden Söhne Peter (46) und Michael (45) brachten es da bereits auf je 25. Schon vor der Gründung der „Pferdeschwänze”, der Organisation der Hindernisrichter 1964, schwang Balthasar Ketteniss die Kelle und zeigte - wie heute immer noch - die Hindernisfehler an, bevorzugt am großen Wassergraben.

„Och, das mache ich weiter, so lange ich kann”, lacht Balthasar Ketteniss, der acht Jahre lang die zudem damals nationalen Youngster-Prüfungen richtete und Anfang der 80-er Jahre drei Jahre in der Rechenstelle Fahren aushalf.

Dort ist sein Sohn Peter heute noch anzutreffen. Im Gegensatz zu Vater Balthasar, der auch ein erfolgreicher Züchter ist, und Bruder Michael, der Springen bis Klasse M reitet, hat Peter seit einem Sturz in der Kindheit mit Pferden weniger am Hut.

Der Liebe zum CHIO hat das keinen Abbruch getan. „Es ist immer wieder nett. Und man trifft alte Bekannte, die man oft das ganze Jahr über nicht sieht. Es macht einfach Spaß”, freut sich Peter schon auf das anstehende Turnier.

Sein jüngerer Bruder Michael ist von Beginn an für die Ehrenpreise zuständig gewesen. Die müssen von der Ausgabestelle geholt, kontrolliert und mit der Kutsche zu den Siegerehrungen gebracht werden.

„In den ersten Jahren haben wir sie getragen, dann kam ein Schleifenpony, und heute gibt es eine Kutsche”, berichtet Michael Ketteniss, der - fast wie könnte es anders sein - mit einer ehemaligen CHIO-Hostess verheiratet ist.

Denn auch Martina Mainz-Ketteniss war mit ihren Schwestern Brigitte und Susanne einige Jahre in der Soers aktiv. Der Name Ketteniss wird auch in Zukunft beim CHIO vertreten sein: „Tom wird mal mein Nachfolger”, sagt Michael, und sein zehnjähriger Sohn nickt begeistert...