Aachen: Deutsches Duell um die Spitze

Aachen: Deutsches Duell um die Spitze

Es war schon eine kleine Überraschung, als Kristina Sprehe auf Desperados triumphierte. Hatte man doch die erfahrenere Helen Langehanenberg auf Damon Hill an der Spitze erwartet, nachdem sie bei den Deutschen Meisterschaften in Balve sowohl im Spezial als auch in der Kür sogar Totilas unter Matthias Alexander Rath geschlagen und zwei Mal Gold geholt hatte.

Der musste in Aachen krankheitsbedingt passen, und seit Donnerstagnachmittag steht fest, dass es auch mit Olympia für das viel zitierte „Wunderpferd” nichts wird, da sein Reiter einen Rückfall (Pfeiffersches Drüsenfieber) erlitten hat.

Noch Luft nach oben

Die Gunst der Stunde nutzte Kristina Sprehe, die DM-Dritte, die bei ihrem ersten Nationenpreis unbeirrt eine gute Runde zeigte. „Das war schon sehr gut, aber es gibt noch etwas Luft nach oben”, darf man von der 25-jährigen Senkrechtstarterin und ihrem Hengst im Spezial um den MEGGLE-Preis (Samstag ab 8.30 Uhr im Deutsche Bank Stadion) noch eine Steigerung erhoffen. Gut, aber nicht ganz so gut wie bei der DM - weil mit kleinen Fehlern - ging Damon Hill. „Das geht noch besser, Dami war im Grand Prix noch etwas übermotiviert”, erklärte seine Reiterin. Somit dürfte es im Spezial einen spannenden Zweikampf geben, denn die Österreicherin Victoria Max-Theurer folgte auf Augustin doch mit einigem Abstand.

Spannung verspricht auch der Kampf dahinter, geht es doch in Aachen auch um die Olympia-Tickets. Und da in London nur drei Reiter im Team starten dürfen - der Ersatz darf als Einzelreiter ran - kämpfen Anabel Balkenhol und Dorothee Schneider auch gegen-einander. Beide zeigten im Grand Prix auf Dablino und Diva Royal eine starke Leistung mit Platz 4 bzw. 6, wobei Schneider als Startreiterin des deutschen Nationenpreisteams vielleicht sogar etwas zu wenig Punkte bekam.