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CHIO 2021: Reiterin Isabell Werth verabschiedet Bella Rose

CHIO Aachen 2021 : Isabell Werth verabschiedet Lieblingspferd Bella Rose

Dressurreiterin Isabell Werth wird beim diesjährigen CHIO ein letztes Mal mit ihrem Pferd Bella Rose antreten. Mit der Westfalen-Stute gewann sie erst kürzlich Team-Gold bei Olympia.

Beim CHIO Aachen 2021 wird die erfolgreichste Reiterin der Welt, Isabell Werth, ihr „Herzenspferd“ Bella Rose aus dem Sport verabschieden. Und es wird ein sportlicher Abschied werden, „klar, wir greifen nochmal an, wollen bei unserem letzten Auftritt auf der großen internationalen Bühne nochmal zeigen, was wir können“, sagt Isabell Werth.

Dass die 17 Jahre alte Stute etwas kann, das war der dreizehnfachen Siegerin im Deutsche Bank Preis beim CHIO Aachen gleich klar. Vor 14 Jahren trafen sich Isabell und Bella Rose zum ersten Mal und die Reiterin wusste sofort: Dieser Moment ist besonders.

Im Laufe ihrer gemeinsamen Karriere waren sie auch regelmäßig in Aachen zu Gast. Hier im Deutsche Bank Stadion triumphierte die Paarung nicht nur 2019, hier feierten sie auch ein Jahr zuvor ihr Comeback nach langer Leidenszeit.

Dreieinhalb Jahre war die Fuchsstute verletzt gewesen, ehe sie mit Siegen im Havens Pferdefutter-Preis und im Lindt-Preis beim CHIO Aachen 2018 auf die internationale Bühne zurückkehrten.Was folgte, ist Pferdesportgeschichte: Zwei Goldmedaillen bei der WM in den USA und eben 2019 der Sieg im Deutsche Bank Preis. Und nach Team-Gold und Einzel-Silber bei den Olympischen Spielen in Tokio entschied Isabell Werth, dass nun der richtige Zeitpunkt sei, Bella Rose aus dem Sport zu verabschieden.

Außergewöhnliches Temperament, außergewöhnliches Talent, außergewöhnliche Bewegungsabläufe, dazu Leistungsbereitschaft und das Ganze gepaart mit einer unglaublichen Power, das sei es, was das Pferd auszeichne, sagt die Reiterin. Und zwar von Beginn an. Selbst das entspannte Reiten auf der Rennbahn wurde da zur Herausforderung, die Power des Pferdes musste erst einmal kanalisiert werden.

Bei der Erinnerung an diese Tage muss Isabell Werth viel lachen. Einmal, so berichtet sie, habe sie Bella Rose, gerade vierjährig, zu einem Lehrgang mitgebracht: „Da hat sie nur ein paar Regentropfen auf den Popo bekommen und gleich mit dem Piaffieren losgelegt.“

Eine große Herausforderung sei es für das Pferd gewesen, geduldiger zu werden. „Und da haben sich ja zwei getroffen, naja, letztlich haben wir uns dann gegenseitig die Geduld beigebracht“, schmunzelt Werth bei der Erinnerung.

Aachen, die Soers, das Deutsche Bank Stadion, sei für beide ein ganz besonderes Terrain: „Hier fühlen wir uns immer in ganz besonderem Maße verpflichtet, alles zu geben und diesem außergewöhnlichen Publikum alles was geht, zurückzugeben.“ Bella Rose ist es dabei übrigens egal, ob sie vor 50, 500 oder eben wie in Aachen weit mehr als 6000 Zuschauern startet, „sie ist sich selbst genug“, so Werth.

Nun wollen die Beiden also noch einmal auf die legendäre Siegertafel des CHIO Aachen, ehe Bella Rose dann aus dem großen Sport verabschiedet wird. Wie dieser Abschied aussehen wird, verrät Turnierleiter Frank Kemperman noch nicht, „das soll eine Überraschung bleiben.“ Doch nicht nur Isabell Werth ist sich sicher: „Das wird noch einmal sehr sehr emotional werden.“

Tickets für die Dressur gibt es im Online-Ticketshop des Veranstalters.

(red)