Eupen/Aachen: AS Eupen: Nachsitzen beginnt am Sonntag in St. Truiden

Eupen/Aachen: AS Eupen: Nachsitzen beginnt am Sonntag in St. Truiden

Für einen Moment hatte Hendrik van Crombrugge gehofft, „der Held des Tages zu werden“. Als Stammkeeper Jonas Deumeland mit Roter Karte vom Platz musste (ein Spiel Sperre), stand die Nummer zwei der AS Eupen plötzlich im Mittelpunkt.

Van Crombrugge parierte den Elfmeter, doch am Ende des Tages war der erste Matchball vergeben. 0:1 beim letzten verbliebenen Konkurrenten KVC Westerlo, statt des angepeilten Sieges und dem damit verbundenen direkten Aufstieg in die 1. belgische Fußball-Division nun das „Nachsitzen“ in der Endrunde. Chefcoach Bartolomé Márquez López gratulierte Westerlo („Die Besten haben den Titel geholt“), gab seiner Mannschaft am Montag trainingsfrei und schwor nach der ersten Enttäuschung noch mal alle ein: „Der Aufstieg war das Ziel, und er bleibt es auch. Dafür haben wir jetzt noch sechs Spiele.“

Ab Sonntag bekommt es die AS mit Oud-Heverlee Leuven, VV St. Truiden und Mouscron-Péruwelz zu tun; der Gruppensieger spielt nächste Saison erstklassig. Leuven hat in den Abstiegs-Play-offs RAEC Mons in die 2. Division geschickt und muss seinen Platz im Oberhaus nun gegen die drei Zweitligisten verteidigen. Zur Zitterpartie wurde die Teilnahme für St. Truiden: Erst am Montagvormittag erhielt der Klub, dem zunächst wie vier weiteren Vereinen die Lizenz verweigert worden war, nach erfolgreicher Berufung das Startrecht. Und ist jetzt am Sonntag (15.00 Uhr) Gastgeber der AS. Weitere Termine: 8. Mai (20.30) gegen Leuven, 11. Mai (15.00) in Mous-cron, 15. Mai (20.30) gegen Mous-cron, 18. Mai (15.00) gegen St. Truiden, 22. Mai (20.30) in Leuven.

Eupen steht zum vierten Mal in den letzten fünf Jahren in der Endrunde, 2010 endete das mit dem erstmaligen Aufstieg und einem einjährigen Gastspiel in der „Bel Etage“. Nils Schouterden, 13-facher Saisontorschütze, ist vor den erneuten Duellen gegen Standard Lüttich und RSC Anderlecht auf ein hartes Stück Arbeit eingestellt: „Wir müssen uns darüber bewusst sein, dass es sehr schwierig wird.“ Hendrik van Crombrugge ist sicher: „Das Trainerteam wird uns wieder aufbauen. Wir müssen uns insbesondere mental wieder erholen.“ Da hat „Tintín“ Márquez keine Zweifel: „Das sind Profis. Sie sind klar für die Endrunde — sowohl mental als auch qualitativ.“

Zwei Spieler sind bereits aufgestiegen: Nach Christian Kabasele (KRC Genk) wechselt auch Clinton Mata (Sporting Charleroi) in die 1. Division.

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