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Düren: Anton will in Haching mit Spaß bestehen

Düren : Anton will in Haching mit Spaß bestehen

Die Bilanz der vergangenen Saison spricht für Generali Haching: Von den sechs Partien, die die Münchener Vorstädter 2009/2010 gegen Evivo Düren bestritten, gewannen sie vier Begegnungen. Und das Team von Mihai Paduretu, das am Sonntag um 16 Uhr die Formation von Sven Anton empfängt, siegte in den entscheidenden Partien.

Während Düren die beiden Pflichtspiele in der normalen Bundesligarunde gewann, setzte sich Generali im Pokalfinale nach 0:2-Rückstand und in den Begegnungen des Halbfinales um die Deutsche Meisterschaft durch. Drei Siege genügten den Süddeutschen beim „best-of-five-Modus”.

Vor der Partie verspürt Hachings Coach bei seinen Schützlingen, besonders den neuen Spielern, eine leichte Nervosität. Schließlich handelt es sich um das erste Heimspiel für sein Team. Zum Auftakt gewann Generali locker-leicht beim VC Olympia Berlin 3:0. Und auch unterhalb der Woche ließ sich der Pokalsieger und Vizemeister nicht von der Erfolgsspur abbringen: Mit 3:2 gewann Haching beim italienischen Erstligisten Casa Modena 3:2. Paduretu schonte dabei den besten Libero der Weltmeisterschaft, Ferdinand Tille. Und auch der italienische Meister Copra Morpho Piacenza unterlag den Deutschen 2:3. Wieder wurde der erkältete Tille geschont. Die Siege gegen die italienischen Teams bewertete der Coach aber nicht allzu hoch: „Das waren nur Vorbereitungsspiele. Es gilt die volle Konzentration dem Klassiker gegen Düren.”

Und in diesem Klassiker stehen sich zwei neuformierte Teams gegenüber. Haching verzeichnete acht Abgänge - unter ihnen Zuspieler Patrick Steuerwald und Außenangreifer Sebastian Schwarz - und neun Zugänge, Evivo Düren verließen sieben Spieler, sechs Aktive tragen erstmals das Trikot des dreifachen deutschen Vizemeisters.

Die Erwartungen in die Partie sind die der Vergangenheit: „Wir spielen seit elf Jahren gegeneinander, und die Spiele waren immer eng und hart umgekämpft. So wird es auch diesmal”, meint Paduretu. Keinen Bammel vor der Partie hat auch Sven Anton, denn: „Bisher haben wir zu verkrampft gespielt, in Haching können wir dagegen locker aufspielen”, macht der Trainer sich und seinen Spielern nach dem nicht überzeugenden Saisonstart Mut. Denn nach Ansicht Antons haben die Gastgeber mehr zu verlieren als Evivo: Haching hat das erste Heimspiel, und Generali will nach der Meisterschaft greifen.

Düren, sagt Sven Anton, braucht auf dem Weg in die Spitzengruppe noch Zeit, bittet um Geduld: „Dann erreichen wir unsere Ziele.” Schrittweise soll Evivo seinen Rhythmus finden, die Anfangsschwächen aus den Partien gegen CV Mitteldeutschland und VCO Berlin immer weiter abstellen. Am besten mit viel Spaß und wenig Krampf.

Für einen Akteur bedeutet die Partie bekanntlich das erste Aufeinandertreffen mit seinem neuen Verein. Christian Dünnes wird in der kommenden Saison bei Generali angreifen.