Angemerkt: Starkes Zeichen gegen „Maximierer“

Angemerkt: Starkes Zeichen gegen „Maximierer“

Die Entscheidung von Jonas Hector, trotz Ausstiegsklausel mit dem 1. FC Köln in die 2. Liga zu gehen und gleichzeitig seinen Vertrag zu verlängern, kommt überraschend und macht nachdenklich.

Zum einen ist die Zeit der Fußball-Romantik im schnelllebigen Millionengeschäft Profifußball längst abgelaufen. „Maximierer“ wie Aubameyang, Dembélé und Neymar sorgen für immer dickere Schlagzeilen und fettere Schecks.

Die Risiken für den 27-Jährigen — eigener Marktwert und Stammplatz in der Nationalmannschaft — liegen auf der Hand. Und die Vermutung, dass Hector, an dessen Diensten Klubs wie der BVB Interesse zeigten, nur in Köln bleibt, weil er woanders den Konkurrenzkampf scheut, macht wenig Sinn bei einem, der sich bei der Euro in der K.o.-Phase des Elfmeterschießens gegen Italien den Ball auf den Punkt gelegt und zur Entscheidung verwandelt hat.

Darum glauben wir doch einfach, dass Hector, der dem FC seine Profikarriere verdankt, in Köln bleibt, um für den bevorstehenden Abstieg geradezustehen, um andere zu animieren, es ihm gleichzutun, um einfach ein starkes Zeichen zu setzen. Auch wenn die reine Kopf-Entscheidung anders ausgefallen wäre.