Aachen: Am Ende fehlt Alemannias Frauen die Kraft

Aachen: Am Ende fehlt Alemannias Frauen die Kraft

Nach hinten raus fehlte noch etwas die Kraft. Und so konnten die Bundesliga-Frauen von Bayer Leverkusen das Ergebnis gegen den Zweitliga-Aufsteiger Alemannia Aachen zum Schluss doch noch standesgemäß gestalten.

Bis zur 75. Minute hatten die Alemannia-Frauen im Testspiel im Rahmen der Saisoneröffnung auf dem Tivoli 1:0 geführt, dann aber innerhalb von sieben Minuten noch drei Treffer kassiert.

Trotzdem durfte Aachens Coach Manuel Ortiz-González zufrieden sein: „Das war ein richtig guter Test gegen einen starken Gegner. Man hat gesehen, dass Leverkusen spielerisch stärker und schon weiter in der Vorbereitung ist, aber wir waren taktisch gut eingestellt und haben kämpferisch stark agiert.“

Von Beginn an dominierte Leverkusen zwar, aber Aachen stand defensiv sehr gut und setzten mit Kontern immer wieder Nadelstiche. Allerdings endeten die Konter meist am Sechzehner, da auch Leverkusens Abwehr auf dem Posten war. Ein schönes Zuspiel auf Neuzugang Bilgin Defterli führte zum 1:0: Die Kapitänin der türkischen Nationalmannschaft gab den Ball zu Sarah Dorsel weiter, die aus 20 Metern zum 1:0 (31.) traf. Es sollte die einzige echte Chance in Hälfte 1 sein, „aber wir haben in der Defensive nichts zugelassen“, so Ortiz-González.

Nach der Pause geriet Aachen stärker unter Druck, doch mit mehreren Glanzparaden hielt Aachens Keeperin Julia Hahn ihr Team im Spiel — und erntete mehrfach Szenenapplaus. Doch in der Schlussphase ließ die Kraft deutlich nach, Leverkusen (75., 81., 82.) glich aus und erhöhte. „Man hat gesehen, dass einige Akteurinnen gerade erst aus dem Urlaub zurück sind und noch nicht viel trainiert haben“, so Ortiz-González. “

Der nächste Test folgt schon am Mittwoch: Um 19.30 Uhr treffen die Alemannia-Frauen auf dem Platz des SV St. Jöris auf Landesligist TuS Jüngersdorf-Stütgerloch.

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