Aachen: Alemannia: Rückenwind am Tivoli

Aachen: Alemannia: Rückenwind am Tivoli

Das famose „Retterspiel“ gegen die Bayern ist vorbei, Alemannia hat nach Wochen noch einmal Rückenwind erhalten, der den Verein nun tragen soll. Diese rundum gelungene Veranstaltung gibt Luft zum Atmen. „Retterspiel“ war gestern, der „Retter-Cup“ soll folgen.

Hinter den Kulissen stricken viele Beteiligte, die diesen Verein nicht untergehen lassen wollen, am nächsten Event. Während der Länderspielpause im März soll an einem möglichst frühlingshaften Abend ein kleines Turnier mit Bundesliga-Klubs am Tivoli stattfinden. Die Planungen laufen, die Hoffnung flackert wieder stärker auf beim insolventen Klub.

Dazu hat der schwungvolle Auftritt der Rest-Mannschaft beigetragen, die sich energisch der Niederlage gegen die Übermannschaft der Bundesliga entgegen stemmte. „Ich glaube, da wächst in schweren Zeiten etwas zusammen“, sagt Manager Uwe Scherr. „Diese Mannschaft ist couragiert und engagiert.“ Im Kader habe ein Reinigungsprozess stattgefunden. „Die Truppe ist charakterlich einwandfrei.“ Inzwischen hat auch Marcel Heller sein Ja-Wort bis zum Sommer gegeben.

Von Bord ist Christian Weber gegangen, der erst im September einen Dreijahresvertrag unterzeichnet hatte. Mit einer Sondergenehmigung der Fifa darf der 28-Jährige zwei Mal innerhalb einer Saison wechseln, er kehrt zu Fortuna Düsseldorf II zurück. Sein Ex-Mitspieler Michael Melka hat auf die Frist, die Alemannia allen Spielern gesetzt hat, nicht reagiert. „Er wird nicht mehr für Alemannia spielen“, sagt Scherr über den Keeper.

Eine zweite Lohnkürzung

Der Markt ist gerade kein Spielermarkt, fast alle Profi-Klubs versuchen nach der ersten Saisoninventur sich von Personal zu trennen. Seyi Olajengbesi und Fredy Borg führten am Montag Gespräche mit möglichen Interessenten. Sie müssten in Aachen eklatante Gehaltseinbußen akzeptieren, für den im Sommer mit abgestiegenen Olajengbesi wäre es die zweite Lohnkürzung innerhalb eines halben Jahres. Scherr geht davon aus, dass die beiden Profis den Verein deshalb verlassen werden.

(pa)
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