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Aachen: Aachener Reitturnier bleibt bei Doping hart

Aachen : Aachener Reitturnier bleibt bei Doping hart

„Null Toleranz” in Sachen Doping beim CHIO. „Um keinen Millimeter” werde man den in Aachen eingeschlagenen Weg verlassen, hat CHIO-Vermarkter Michael Mronz am Montag betont.

Mit Blick auf die neue Liste des Weltverbandes FEI, die in Deutschland verbotene Substanzen toleriert, stellen sich die Macher des größten Reitturniers der Welt gegen ihren globalen Dachverband: „Das nationale Recht gilt. Ein internationaler Verband kann nie nationales Recht brechen”, so Mronz.

Auch Frank Kemperman, Vorstandschef des Aachen Laurensberger Rennvereins (ALRV), erklärte klipp und klar: „Die von der FEI in Kopenhagen verabschiedete Liste wird nicht Grundlage des CHIO sein.”

Man bedauere den Konflikt, aber: „Es gibt Länder außerhalb Europas, die eine andere Moral haben. Die Verabschiedung der Liste mit knapper Mehrheit war eine Überraschung”, so Kemperman. Europa sei derzeit dabei, „als Abteilung der FEI einen eigenen Verband zu gründen, um noch mehr Gewicht zu erhalten”. Jetzt brüten Juristen über die verfahrene Situation im weltweiten Pferdesport.

Jüngst hatte die Deutsche Reiterliche Vereinigung offen mit einer Abspaltung und dem Boykott der Weltmeisterschaften 2010 in Kentucky gedroht. Auch die am Montag bei der Aachener Pressekonferenz anwesende vierfache Dressur-Olympiasiegerin Nicole Uphoff-Selke schlug sich auf die Seite des ALRV: „Die neue Liste war nicht förderlich. Es geht nur mit der Null-Lösung.”

Beim CHIO 2009 wurde bei intensiven Kontrollen kein Dopingfall festgestellt.