Köln: 1. FC Köln trotz Niederlagen für Partie in Ingolstadt gewappnet

Köln: 1. FC Köln trotz Niederlagen für Partie in Ingolstadt gewappnet

Dass diese Reise nach Ingolstadt kein netter Ausflug für seinen 1. FC Köln wird, davon ist Matthias Lehmann überzeugt, das gilt ja eigentlich für jede Auswärtsfahrt in der Fußball-Bundesliga.

Spiele gegen den Aufsteiger sind aber vielleicht noch ein bisschen unangenehmer, zuletzt ist er wegen seiner recht destruktiven Art als „ekelhafte Mannschaft“ betitelt worden. Und so sagt auch Lehmann, der Kapitän der Kölner, vor der Partie am Dienstagabend um 20 Uhr in Bayern: „Das wird sicher kein berauschendes Spiel werden.“

In Ingolstadt, da müsse man „von Anfang an extrem in die Zweikämpfe gehen“, sagt er. Das solle nicht heißen, dass dem Gegner die Beine gebrochen werden sollen, aber so ein taktisches Foul, das dürfe schon mal sein. Ein sogenanntes Kampfspiel eben.

Und auch Peter Stöger, Kölns Trainer, sieht das so, das Aufeinandertreffen werde laufintensiv und kampfbetont, „ein sehr schweres Spiel“. Er erwartet einen Gegner, der früh stört, lange Bälle spielt, gefährlich bei Standardsituationen ist. „Es wird wahnsinnig schwer, sie zu schlagen“, sagt Stöger. Ingolstadt stehe nicht umsonst einen Platz vor seinem FC. „Wir gehen dennoch zuversichtlich in dieses Spiel — auch wenn in den vergangenen beiden Partien nicht alles ideal war.“

Köln hat zwei Spiele in Serie verloren, in Mönchengladbach und gegen Berlin, was vor allem daran lag, dass der FC in diesen Partien zwei indiskutable erste Halbzeiten ablieferte. Stöger sagt: „Wir haben die Trainingstage genutzt, um einige Dinge zu besprechen, die nicht so gut gelaufen sind.“

Viele Gespräche dürften sich um das Zweikampfverhalten gedreht haben, die Kölner hatten bei den Niederlagen phasenweise gar nicht in die direkten Duelle gefunden. Das darf in Ingolstadt nicht wieder passieren, sonst werden die Kölner auch beim heimstarken Team von Trainer Ralph Hasenhüttel nicht bestehen: Der FCI hat die vergangenen vier Spiele im eigenen Stadion gewonnen.

Verzichten muss Stöger vielleicht auf Jonas Hector. Der Nationalspieler hatte schon im Abschlusstraining vor dem Spiel gegen Hertha einen Schlag auf den Oberschenkel erhalten, in einem Zweikampf während der Partie am Freitag dann einen weiteren; Hector musste mit einer Prellung ausgewechselt werden. Ü

ber einen Einsatz werden Stöger und sein Team erst im Laufe des Tages entscheiden; „wir hoffen, dass er fit wird, wollen aber kein Risiko eingehen.“ Es gebe Alternativen, „sowohl für die linke Abwehrseite als auch für das Zentrum“. (luk)

Voraussichtliche Aufstellung: Horn - Maroh, Mavraj, Heintz - Risse, Lehmann, Vogt (Hector), Mladenovic - Bittencourt, Gerhardt - Modeste