Kreis Heinsberg: Spendenaktion ermöglicht Operation für Mädchen aus dem Kosovo

Kreis Heinsberg: Spendenaktion ermöglicht Operation für Mädchen aus dem Kosovo

Lachen und Singen in der Gruppe Rot der Lebenshilfe-Kita Triangel in Oberbruch: Lorena aus dem Kosovo ist gekommen, um sich von ihrer alten Gruppe zu verabschieden. Ihr Visum ist abgelaufen — und sie muss in den Kosovo zurück. Im letzten Jahr hat sie — wie die Lebenshilfe berichtet — in der Triangel die Zeit bis zu einer Operation, die in ihrer Heimat nicht möglich ist, überbrückt.

Die Muskulatur ihrer Beine war spastisch gelähmt, und nur eine Operation bot die Chance, dass sie laufen lernt.

Nach einer intensiven Medienberichterstattung kamen durch zahlreiche Spenden die fehlenden Mittel für Operation und Reha zusammen. Im November wurde sie in der Universitätsklinik in Düsseldorf operiert. Zwei Muskelnerven wurden durchtrennt und je vier Muskeln der unteren Extremität verlängert.

In Begleitung ihrer Mutter verbrachte sie zu Jahresbeginn sieben Wochen zur ganz­heitlichen Rehabilitation in der St.-Mauritius-Therapieklinik in Meerbusch. Seitdem lernen sie und ihre Mutter mit intensiver Physiotherapie Übungen für die Zeit, wenn sie wieder in der Heimat sind. Was Lorena alles schon gelernt hat, zeigte sich nach Angaben der Lebenshilfe, als sie an der Hand ihres Onkels problemlos ein paar Schritte ging und stolz die Hand zum Victory-Zeichen ausstreckte. Kinder und Betreuer der Gruppe Rot applaudierten begeistert, kannten sie doch Lorena bislang nur als „Krabbelkind“ und Rollstuhlfahrerin.

„Lorena ist auf einem wirklich guten Weg. Die Operation und Rehabilitation sind gut verlaufen. Sie übt täglich und macht gute Fortschritte. Wenn sie so weitermacht, wird sie in absehbarer Zeit alleine laufen können“, erklärte Dr. Volker Siller. Als Vorsitzender vom Verein Menschenskind (Verein zur Förderung der Betreuung und Beratung kranker Kinder und ihrer Familien) in ­Aachen war er maßgeblich an Planung und Durchführung der Unterstützung für Lorena beteiligt.

Vor ihr liegt noch ein langer Weg. „Momentan arbeiten wir gemeinsam mit der Familie daran, eine geeignete Schule zu finden. Aber auch da sind wir guter Dinge, dass Lorena am 1. September in Pristina im Kosovo eingeschult werden kann.“