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Unicef-Aktion: Leser spenden 342.286,50 Euro für ukrainische Kinder

Unicef-Aktion : Leser spenden 342.286,50 Euro für ukrainische Kinder

Unverständnis, Angst, Wut und Trauer: Emotionen, die vor sechs Monaten zu Kriegsbeginn auch in unserer Region viele Menschen bewegt haben. Vor allem das Leid der ukrainischen Kinder sorgte für große Anteilnahme.

342.286,50 Euro haben unsere Leserinnen und Leser bis heute für unsere Unicef-Aktion „Ukraine: Hilfe für Kinder in größter Not“ gespendet. Darunter sind auch 20.000 Euro, die der Aachener Künstler Detlef Kellermann im Frühjahr mit einer Solidaritäts-Aktion zu Gunsten des Hilfswerks sammelte: Dafür schuf er das emotionsgeladene Bild „Ukraina“ und verkaufte ungezählte Kunst-Drucke. Der Erlös floss zu großen Teilen in unsere Aktion.

Wir sagen deshalb Danke: an den Künstler und die Käufer. Aber natürlich auch Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, gilt von Herzen unser Dank.

 Durch den Verkauf des Bildes „Ukraina“, geschaffen von Detlef Kellermann in Postergröße, konnte der Aachener Künstler insgesamt 20.000 Euro an unsere Unicef-Aktion spenden.
Durch den Verkauf des Bildes „Ukraina“, geschaffen von Detlef Kellermann in Postergröße, konnte der Aachener Künstler insgesamt 20.000 Euro an unsere Unicef-Aktion spenden. Foto: Detlef Kellermann

Sie helfen mit Ihren Spenden dort, wo größte Not herrscht. Das bestätigt auch Christian Schneider, Geschäftsführer von Unicef Deutschland, der Anfang der Woche die für ihn „absolut überwältigende“ Spendensumme verkünden konnte: „Die Beiträge aus Aachen und der Region ermöglichen unserem Unicef-Team in der Ukraine, den Kindern und ihren Familien in ihrer schrecklichen Notlage direkt zu helfen.“ Bis heute wurden nach UN-Angaben mindestens 1000 Kinder getötet oder verletzt.

Und auch sechs Monate nach Beginn des Kriegs in der Ukraine sind nach Schätzungen von Unicef allein innerhalb des Landes rund drei Millionen Kinder akut auf humanitäre Hilfe angewiesen, berichtet Schneider: „Wo immer es die Sicherheitslage erlaubt, schicken wir lebensrettende Hilfsgüter in die Ukraine.“

Besonders treibe Schneider die seelische Gesundheit der Mädchen und Jungen um: Unicef hilft mit psychosozialen Angeboten, aber auch mit dem Zugang zu Schulunterricht.

„Auch in den Nachbarländern unterstützt Unicef dabei, geflüchteten Familien den Zugang zu Dienstleistungen wie beispielsweise der Kinder- und Jugendhilfe sowie zu Bildung zu ermöglichen.“ Und zwar unter anderem mit der Kampagne „Zurück zum Lernen – gemeinsam“: Das Programm nutzt drei Wege, um Kindern Lernmöglichkeiten zu bieten - im Klassenzimmer, sofern die Sicherheit gegeben ist - aus der Distanz durch Online-Methoden und durch Interaktion mit anderen Kindern auf Gemeindeebene. „Die Wiederaufnahme des Unterrichts wird den Kindern in der Ukraine nicht nur die Möglichkeit geben, ihre Ausbildung fortzusetzen, sondern auch ein wichtiges Gefühl der Normalität in diesen turbulenten Zeiten vermitteln", berichtet der Leiter von Unicef Ukraine, Murat Sahin.

 Für Christian Schneider, Geschäftsführer von Unicef Deutschland, ist die Spendenbereitschaft unser Leserinnen und Leser „absolut überwältigend.“
Für Christian Schneider, Geschäftsführer von Unicef Deutschland, ist die Spendenbereitschaft unser Leserinnen und Leser „absolut überwältigend.“ Foto: Unicef/© UNICEF/DT2016-49977/Stefano Ch

Bald schon sollen 1.000 Schulen im ganzen Land mit Schulmaterial für etwa 450.000 Kinder versorgt werden: Sie erhalten außerdem zusätzlich Decken, Taschenlampen, Erste-Hilfe-Kästen und Hygienesets. Zur Unterstützung des Online-Lernens wird Unicef gemeinsam mit Partnern Materialien bereitstellen, die beim Fernunterricht helfen – darunter auch Laptops für Lehrkräfte in den betroffenen Regionen.

All das ist nur möglich, weil Menschen auch in unserer Region Anteil nehmen und das Engagement des Kinderhilfswerks mit ihren Spenden unterstützen: Und der Bedarf wird so schnell nicht enden, befürchtet Unicef-Geschäftsführer Christian Schneider: „Angesichts des großen Hilfsbedarfs vor Ort sind wir weiterhin auf Unterstützung angewiesen. Bereits im Voraus möchte ich erneut Danke sagen – analleLeserinnenund Leserder Aachener Zeitung und alle Menschen, die die UNICEF-Hilfe für Kinder aus der Ukraine möglich machen.“

(red)